VISBEK Die Bartning’sche Notkirche soll UNESCO-Weltkulturerbe werden. Dafür setzen sich die politischen Gemeinden Bakum und Visbek, die beiden ev. Kirchengemeinden und der Verein „Hilfe für Sudargas“. Um dieses Ziel zu erreichen, planen sie eine Petition, für die sie um Unterschriften werben. „Wir müssen das Projekt in der Fläche bekannt machen, und um Unterstützer werben“, erklärte Pfarrer Karsten Hilgen (Visbek) bei einem Ortstermin am Dienstag, 3. Juli, in Bakum.

Das Gotteshaus ist eine von 95 Notkirchen im Bereich der Evangelischen Kirche Deutschlands. Sie wurde im Baukastenprinzip nach Plänen des Architekten Otto Bartning in kurzer Zeit aus einfachsten Mitteln als Gemeindezentrum erstellt, und 1951 eingeweiht. Noch immer dient sie der Gemeinde und Pfarrer Wilfried Scheuer.

Die Visbeker Notkirche musste 1966 einem Neubau weichen. Sie wurde zerlegt und in Sudargas (Litauen) wieder aufgebaut. „Dort ist sie der ganze Stolz der Gemeinde“, so Hartmut Ramke, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Sudargas“. Erhalten geblieben sind 88 Notkirchen.

Die Nachkriegsbauprogramm seien durch internationale Spenden, vorrangig aus den USA, zum Zeugnis einer auf Versöhnung ausgerichteten Ordnung geworden, erklärt Hilgen. Sie beinhalteten ganz bewusst „Hilfe zur Selbsthilfe“ und richteten sich auf die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen aus. „Diesen Gedanken haben wir mit der Verlegung unserer Kirche wieder aufleben lassen“, so der Geistliche.

Von der Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe erhoffen sich die Bürgermeister Gerd Meyer und Hans Lehmann (beide CDU) sowie die Pastoren und Ramke nicht nur Unterstützung der Europäischen Union, sondern auch wachsende Strukturen, die einen Erhalt als Denkmals ermöglichen. Unterschriften können in den ev. Kirchengemeinden Baum und Visbek, in den Rathäusern oder im Internet: www.otto-bartning.de geleistet werden.

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