Oldenburg Sie haben eine Europapokal-Trophäe, dreimal den deutschen Pokal und einmal den Supercup gewonnen. Nur deutscher Meister konnten sie noch nicht werden, und doch zählen die Handballerinnen des VfL Oldenburg zu den ganz großen Clubs im deutschen Frauenhandball. 33 Jahre spielt der VfL in der Bundesliga. Nur Rekordmeister Bayer Leverkusen kann in der Oberklasse seit der Liga-Gründung 1975 mehr Spielzeiten aufweisen.

Diese Kontinuität belohnt nun auch die offizielle Statistik des Ligaverbandes HBF. Während Leverkusen weiterhin souverän auf dem ersten Platz der ewigen Bundesliga-Tabelle thront, gelang den Grün-Weißen am Ende der abgelaufenen Saison 2016/17 erstmals der Sprung auf Platz vier (siehe Infobox). 32 Punkte und Rang vier (32:20) in der Abschiedssaison von Erfolgstrainer Leszek Krowicki reichten, um den TV Lützellinden hinter sich zu lassen.

1981 schaffte der VfL Oldenburg mit Trainer-Legende Robert Schumann an der Seite erstmals den Sprung in die Erste Liga. In den stürmischen 90er-Jahren ging es dann für insgesamt vier Spielzeiten in die zweite Liga. Mit dem Wiederaufstieg nach der Saison 1998/99 wurde die Erfolgsgeschichte dauerhaft weiter geschrieben – bis heute.

„Wir sind stolz, schon so lange und so erfolgreich in der Ersten Liga dabei zu sein“, sagt Peter Görgen, GmbH-Geschäftsführer des VfL, der die Geschicke des Liga-Urgesteins seit mehr als zwei Jahrzehnten lenkt. Er hat etliche Vereine noch live gesehen, die zwar in der Rangliste stehen, aber längst Geschichte sind.

So befinden sich mit Lützellinden (heute Bezirksliga als TSV Lützellinden), dem Frankfurter HC (3. Liga), GutsMuths Berlin (Stadtliga Berlin) und Eintracht Minden (Spielbetrieb eingestellt) noch vier Clubs unter den ersten Zehn, die bereits vor Jahren die Segel streichen mussten.

Vor allem im Osten Deutschlands gehen an vielen Standorten die Lichter aus. Sollte nach dem Urteil des unabhängigen Schiedsgerichts am 7. Juli auch der finanziell stark angeschlagene HC Leipzig nicht mehr der Beletage angehören dürfen, dann geht dem deutschen Handball nach Rostock (3. Liga), Wismar (3. Liga), Frankfurt/Oder und Magdeburg (5. Liga) bereits die fünfte frühere Hochburg des Ostens verloren. „Das ist eine Situation, die man nicht gutheißen kann, die aber leider absehbar war“, stimmt Görgen diese Entwicklung nachdenklich.

Ebenfalls einen Sprung nach vorn unternahm Borussia Dortmund. Der BVB überholte GutsMuths Berlin und Eintracht Minden. Die Schwarz-Gelben stehen damit auf Rang sieben.

Neu in den Top Ten ist der entthronte Champion Thüringer HC. Ganz weit nach vorn rutschten der ungeschlagene Meister aus Bietigheim und Bad Wildungen. Für sie ging es fünf beziehungsweise sechs Plätze nach oben. Die Neckarsulmer Sport-Union und der TV Nellingen ordneten sich nach ihrem Debütjahr an 65. und 73. Stelle in die ewige Tabelle ein. Insgesamt wurden 84 Clubs mit ihren erspielten Pluspunkten erfasst.

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Otto-Ulrich Bals Autor
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