Handball
VfL-Frauen nur in Außenseiterrolle

Gastgeber VfL Oldenburg hat eine starke Gruppe erwischt. Der Favorit kommt aus Schweden.

Bild: Dittrich
Mit dem VfL gefordert: Trainer Niels BötelBild: Dittrich
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Oldenburg Vorhang auf für die 33. Auflage: Das internationale Robert-Schumann-Turnier gilt längst als feste Größe im deutschen Frauenhandball. 14 Tage vor dem Ligastart wird die Oldenburger Traditionsveranstaltung an diesem Wochenende (25./26. August) von allen acht teilnehmenden Teams als Standortbestimmung gesehen.

Die Mannschaft, die am Sonntag nach dem Finale (16.50 Uhr) in der Robert-Schumacher-Halle das legendäre Wunderhorn in die Höhe streckt, kann behaupten, sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt zu haben. „Bei diesem Turnier kann man viel Selbstvertrauen tanken“, weiß denn auch Niels Bötel vom Gastgeber VfL Oldenburg.

Wer sind die Favoriten?

Einen klaren Turnierfavoriten gibt es nicht. Hoch eingeschätzt wird Debütant H65 Höör. Der schwedische Vizemeister bereitet sich auf die 1. Qualifikationsrunde im europäischen EHF-Cup vor. Aus nationaler Sicht sollten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen sowie Titelverteidiger HSG Blomberg-Lippe die heißesten Kandidaten für das Finale sein.

Wie sieht der Modus aus?

Der Weg ins Finale aber ist ein steiniger. In Gruppe A treffen ab diesem Samstag (Spielbeginn: 9.30 Uhr) Skanderborg HB aus Dänemark, Dortmund, Leverkusen und Zweitligist Werder Bremen aufeinander. Zweimal 20 Minuten beträgt die Spielzeit in der Vorrunde. Bei drei Partien jeweils pro Team am ersten Turniertag kommt da eine große Belastung auf die Spielerinnen zu. Und nur die zwei Erstplatzierten einer Gruppe lösen das Halbfinalticket.

Was ist den VfL-Frauen zuzutrauen?

In Gruppe B treffen die VfL-Frauen außer auf Höör und Titelverteidiger Blomberg auf den Schweizer Erstligisten LK Zug. Die Aufgabenstellung ist klar: Um ins Halbfinale einziehen zu können, müssen Kim Birke, Angie Geschke und Co. mindestens einen der zwei Titelaspiranten hinter sich lassen. Womöglich fällt die Entscheidung über die Halbfinalteilnahme erst im letzten Vorrundenspiel am Samstagabend (20.05 Uhr) in der Partie zwischen Höör und Oldenburg.

Welches Ziel hat der VfL?

Auf den Rekordsieger VfL (1986, 2006, 2009, 2010, 2011, 2013) wartet also ein hartes Stück Arbeit. „Mein Team benötigt dringend noch Spielpraxis. Aufgrund diverser Ausfälle haben wir hier noch Nachholbedarf. Das steht für mich im Vordergrund. Ein möglicher Turniersieg erst an zweiter Stelle“, sagt Trainer Bötel. Nur eine Woche später, am 1. September (19.30 Uhr), ist sein Team bereits im Supercup gefordert, wenn der deutsche Pokalsieger aus Oldenburg auf den Meister Thüringer HC trifft.

Warum heißt es
Wunderhorn
?

Die Idee geht auf Turniergründer Robert Schumann zurück, der 1986 das Wunderhorn-Turnier aus der Taufe hob. Seit 2003 trägt es den Namen des 2002 verstorbenen langjährigen VfL-Trainers. Das Wunderhorn selbst ist eine Nachbildung eines spätmittelalterlichen Trinkhorns. Das reichlich verzierte Original aus vergoldetem Silber mit einer Höhe von 37 cm und einer Länge von 22 cm befindet seit 1824 auf Schloss Rosenborg in Kopenhagen. In der Turnierhistorie sind zwar 16 Mal Clubs aus Dänemark in Oldenburg gestartet, dabei ist es der Wunderhorn-Kopie noch nicht einmal gelungen, in die Heimat zum Original zu gelangen. Erstliga-Aufsteiger Skanderborg unternimmt nun einen neuen Anlauf.

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