Vechta Die Berichte über die drei Fachbereiche gesetzliche Betreuung, Wohnungslosenhilfe und Suchtberatung, die Neuwahl des Vorstands und die Strukturveränderungen mit einem neuen Namen standen im Vordergrund der Mitgliederversammlung des Sozialdienstes katholischer Männer, der jetzt „Katholischer Verein für soziale Dienste heißt“. Bei den Vorstandswahlen wurden die langjährige Bundestagsabgeordnete Eva-Maria Kors zur Vorsitzenden, Arno Müller zum Stellvertreter und Dieter Albrecht als weiteres Vorstandsmitglied gewählt.

Bettina Albrecht, Leiterin der Suchtberatungsstelle, berichtete, dass die Zeit der langen Wartelisten in der Suchtberatung vorbei seien. Die zweimal in der Woche angebotenen offenen Sprechstunden hätten sich bewährt. An 261 Tagen in Vechta und 26 in Damme hätten 561 Personen diese Möglichkeit genutzt. Vor allem die Sprechstunden montags von 15 bis 19 Uhr seien so gut frequentiert gewesen, dass man jetzt auch donnerstags von 15 bis 19 Uhr Beratung anbiete.

2017 seien 710 Personen beraten und betreut worden. 42 hätten eine ambulante Therapie in der Suchtberatungsstelle in Anspruch genommen, und 92 seien in eine stationäre Therapie vermittelt worden. Die ambulante Therapiemöglichkeit habe man jetzt „schweren Herzens“ einstellen müssen.

Schwerpunkt der Suchtberatungen seien die Präventionsveranstaltungen, wie Albrecht ausführte. Insgesamt habe man in 224 Stunden in fast allen Schulen im Landkreis Schüler und Eltern über die Auswirkungen des Cannabiskonsums informiert. Bei den qualifizierten Entgiftungen im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Damme habe die Suchtberatung 49 Info-Veranstaltungen abgehalten.

Fachbereichsleiter Thomas Pille teilte mit, dass im vergangenen Jahr 30 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer 37 Betreuungen geleistet haben. Von 99 Betreuten lebten 60 in einer Wohnung und 39 in einem Heim. Fast 50 Prozent der Betreuten seien zwischen 20 und 50 Jahre alt. Immer mehr junge Menschen müssten eine gesetzliche Betreuung in Anspruch nehmen. Die Betreuung werde vom Staat massiv unterbezahlt und sei ohne eine Erhöhung der Mittel nicht mehr leistbar.

Bei der ambulanten Wohnungslosenhilfe seien im vergangenen Jahr 78 Männer und 19 Frauen betreut worden. 32 Prozent der Klienten haben einen Migrationshintergrund. Es falle auf, dass 20 Prozent der Wohnungslosen rumänische Staatsbürger seien. Durchschnittlich 35 Personen nutzen die Adresse des Sozialdienstes am Dominikanerweg als Postadresse für den Schriftverkehr mit dem Jobcenter und anderen Behörden. Dabei handele es sich um Klienten, die über keine Meldeadresse verfügten, so Pille. Der Sozialdienst selbst halte drei Wohnungen für Wohnungslose vor.

Den finanziellen Jahresabschlussbericht erstattete Dieter Albrecht, der von einer Wende zum Positiven im Finanzbereich sprach.

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