Vechta Gut ausgebildeter Nachwuchs ist für eine Gesellschaft unabdingbar. Deshalb unterstützen Institutionen und private Förderer engagierte und talentierte Studierende: 37 Studierende haben jetzt in einer Vergabefeier an der Universität Vechta ihre Deutschlandstipendien überreicht bekommen. Sie erhalten ein Jahr lang monatlich 300 Euro, finanziert zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von privaten Fördernden. Mit den ausgezeichneten Studierenden feierten zahlreiche Förderer und -innen sowie Familien und Freunde. Henning Kreutzhecker, Alumnimanager der Universität Vechta und selbst einmal Deutschlandstipendiat, führte durch das Programm. Musikalisch begleitete Maximilian Schneider die Veranstaltung am Klavier.

„Mit ihrem Engagement übernehmen Sie, liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten, Verantwortung für Ihre Mitmenschen und die Welt, in der Sie in Zukunft leben möchten“, sagte Universitätspräsident Burghart Schmidt. Dass dies gelinge, sei auch den Fördernden zu verdanken. Mit einigen von ihnen sprach Schmidt über deren Intention: Für Carl Leiber sei es beispielsweise wichtig, dass die Studierenden auch am kulturellen Leben teilnehmen könnten und sich in ihrer Freizeit nicht ausschließlich auf ihre Nebenjobs konzentrieren müssten, sagte der Kaufmann aus Cloppenburg. Sandra Sollmann, erste Stadträtin der Stadt Vechta, kam auf Bildungsgerechtigkeit zu sprechen. So wäre es ihr ein Anliegen, dass das Studium einkommensunabhängig und dessen Zugang auch frei von der sozialen Herkunft sei.

Was die Stifter mit ihrer Förderung ermöglichen, zeigten die Statements einiger Stipendiaten: Ray Abro hat beispielsweise einen Sohn und Zwillingstöchter. Neben dem Studium engagiert er sich im Sanitätsbereitschaftsdienst DRK und in der Kirchengemeinde Delmenhorst. Sarah Unland ist seit 2006 ehrenamtlich in der Kirche tätig. Darüber hinaus ist die ausgebildete Erzieherin auch Sprachförderkraft in der Kindertagesstätte Abenteuerland. Tim Schauder gibt im Hochschulsport Selbstverteidigungskurse-Kurse. Seine Schüler und -innen konnten dank seiner Hilfe Medaillen gewinnen. Darüber hinaus konnte der Stipendiat in einem Projekt genügend Geld sammeln, um an der Ostküste Kenias ein Grundstück zu kaufen. Dort soll das erste Rescue-Center des Landes entstehen, das speziell Kindern mit Beeinträchtigung eine gerechte Chance auf ein so weit möglich gutes Leben ermöglichen soll.

Seit dem Semester 2011/12 wurden 254 Deutschlandstipendien an der Universität Vechta vergeben. Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium gibt es online und beim Alumnimanager der Universität Vechta Henning Kreutzhecker (Tel. 04441/ 15520, E-Mail henning. kreutzhecker@uni-vechta.de).


     www.uni-vechta.de/deutschlandstipendium 
Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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