Vechta Um über die neuen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und mögliche Antworten darauf zu diskutieren, haben sich die Mitglieder des Netzwerkes der Beratungsstellen für Schwangere im Landkreis Vechta kürzlich getroffen. Zu diesem Netzwerk zählen das Diakonische Werk, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), donum vitae sowie die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vechta, Astrid Brokamp. Besonders herausfordernd wirke sich die Corona-Krise auf die Arbeit in der Schwangerenkonfliktberatung aus, wenn es darum gehe, bestimmte Termine einzuhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Vechta.

Klare Vorgaben

„Es gibt klare Zeit- und Dokumentationsvorgaben bei der Beratung oder beispielsweise bei Schwangerschaftsabbrüchen, die wir mit Präsenzberatung und alternativ mit digitalen Formaten zu jedem Zeitpunkt einhalten konnten“, berichteten Bernadett Hermes und Kathrin Prüllage von donum vitae. Dort seien die Bedingungen für Beratung mit Abstand, Plexiglaswand und die Lüftungsmöglichkeiten in sehr großem Raum sehr gut.

„Beim SkF werden die allgemeinen Beratungstermine zu administrativen, finanziellen und gesundheitlichen Themen in Einzelterminen möglich gemacht“, berichtete Sandra Hackmann vom SkF.

Stellt sich nach einer Erstberatung heraus, dass der Beratungsbedarf tiefergehend oder eine Verständigung telefonisch schwierig ist, werden Einzeltermine möglich gemacht. „Die persönlichen Gespräche sind telefonisch nicht zu ersetzen“, schildert Margret Reiners-Homann vom Diakonischen Werk. Soweit es die Räumlichkeiten der Beratungsstellen es zulassen, wird deshalb wieder zunehmend auf Vor-Ort-Beratung gesetzt.

Aber auch der Themenbereich Prävention ist von den Auswirkungen betroffen, da beispielsweise Termine mit Schulklassen zur Sexualpädagogik nicht mehr durchgeführt werden können. „Wir hoffen, dass unsere Angebote nach und nach wieder von den Schulen angefragt werden und wir die Kurse den Hygienebestimmungen entsprechend anbieten können“, so Prüllage.

Neues Konzept

Zudem hat der SkF ein Konzept erarbeitet, das das Abstandsgebot in der Präventionsarbeit berücksichtigt. Brokamp lobte die Flexibilität der Beratungsstellen: „Wir haben im Bereich der Sexualpädagogik tolle und wichtige Angebote, dieser Sektor muss unbedingt erhalten bleiben.“

Schwangere und ihre Angehörigen sollten auch in der jetzigen Zeit nicht zögern, sich bei Fragen und Problemen telefonisch einen Termin oder Rat zu holen. Die Beratungsstellen arbeiten weiter – auch mit mehr telefonischen und digitalen Möglichkeiten.

Neele Körner Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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