Vechta „Erfolg ist das Wichtigste. Sonst kriegst du auf die Fresse.“ Reiner Calmund (70) ist ein Freund offener Worte. Das stellte der ehemalige Manager vom Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen auch am Donnerstagabend in Vechta unter Beweis. Calmund war auf Einladung des Verbundes Oldenburger Münsterland (OM) und des Basketballvereins Rasta Vechta zu Gast beim „OM-Treffpunkt Sport und Wirtschaft“ im Rasta Dome. Vor rund 360 Gästen sprach er über Parallelen von Profisportvereinen und Wirtschaftsunternehmen.

Das Motto „dabei sein ist alles“ dürfe nicht gelten. „Ich muss sie alle vom Hocker hauen“, sagte Calmund. Das gelte für Sport und Wirtschaft gleichermaßen. Und um Top-Partner für sich zu gewinnen, müsse man nicht quatschen, sondern handeln. Wichtig sei auch ein gutes Miteinander, in der Mannschaft und in der Belegschaft, denn „ohne Teamgeist kannst du den Laden dicht machen.“

Für das Oldenburger Münsterland, also die Landkreise Cloppenburg und Vechta, sah er sehr gute Perspektiven. „Das ist hier eine wirtschaftliche Boomregion“, sagte er. Hier könnten erfolgreiche Unternehmen von erfolgreichen Mannschaften wie dem Basketballteam von Rasta Vechta sehr gut profitieren – und umgekehrt. Der Fußball-Experte aus Saarlouis hatte auch für die Menschen in dieser Region nette Worte parat und bezeichnete sie als „tolerant, vielfältig, bodenständig und familienfreundlich“.

Hans-Bernd Kamps sprach in seinem Vortrag ebenfalls von großen Qualitäten im Oldenburger Münsterland. „Dass wir gut sind, wissen wir“, sagte der Firmengründer und Geschäftsführer der Lohner Motorsportagentur Tolimit. Und der Erfolg von Rasta Vechta sei sehr wichtig für die Region, der Verein sei längst eine Marke. Diese Marke müsse man nun nutzen, um Leidenschaft zu transportieren. Er sah nur ein Problem: „Wir denken noch zu klein, zu regional. Wir müssen europaweit und sogar weltweit denken.“

Rasta-Präsident Stefan Niemeyer würde wohl auch gerne in Richtung Europa denken. Zumal sich die Mannschaft für einen europäischen Wettbewerb bereits qualifiziert hat. Doch die Teilnahme an einem Europapokal sei ein großer Kostenfaktor, der nur durch ein noch größeres Engagement von Sponsoren zu decken sei, so Niemeyer in seiner Ansprache. Der Verein würde schon jetzt bundesweit für reichlich Furore sorgen, und die Region würde sich sehr mit Rasta identifizieren. Und so fügte er augenzwinkernd hinzu: „Die Stadt Vechta und das Oldenburger Münsterland haben von uns ein billiges Marketing bekommen.“

„Rasta Vechta ist ein wunderbarer Multiplikator, den wir gerne nutzen wollen“, sagte Landrat Johann Wimberg, Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland. Man müsse aber unbedingt die Vernetzung verbessern und eine Brücke zum Sport schlagen. Er wisse, dass der Verbund noch viel zu tun habe, vor allem in der Außendarstellung. Wimberg: „Wir machen hier im Oldenburger Münsterland vieles richtig, nur weiß das noch nicht jeder.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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