Vechta Junge Menschen für die Pflege ausbilden: Dazu hatte nun der Pflegepädagoge und Schulleiter Dr. Jochen Berentzen (Cloppenburg) alle Mitglieder des Vereins „Perspektive: Pflege!“ aufgerufen. 2016 gegründet gehören dem Zusammenschluss 24 ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen im Landkreis Vechta an.

Derzeit liege das Durchschnittsalter aller Pflegekräfte im Landkreis Vechta bei etwa 46 Jahren, sagte Berentzen bei der Vorstellung der Folgen des „Pflegeberufegesetzes“ im Vechtaer „Haus der Caritas“ vor rund 40 Vertretern von Altenheimen und Sozialstationen. In den kommenden Jahren sei damit zu rechnen, dass dem Markt auf Grund von Krankheit oder Ruhestand viele Kräfte fehlen werden.

Wer ausbilde, habe die Chance, Nachwuchskräfte langfristig an sich zu binden, warb der Referent. Gleichzeitig riet er zu angemessener Entlohnung: „Wenig zahlen macht keinen Sinn!“ Pflege-Schüler wüssten sehr schnell, ob die Mitschülerin 300 Euro mehr im Portemonnaie habe und ihr mehr Urlaubstage zustünden.

Kern der neuen sogenannten „generalistischen Ausbildung“ ist eine gemeinsame Ausbildung von bisherigen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegekräften in den ersten beiden Jahren, stellte Berentzen vor. Ab dem dritten Ausbildungsjahr kann eine Vertiefung stattfinden. Auch die Berufsbezeichnung wird sich ändern: Künftige Generationen heißen fortan nicht mehr „Krankenschwester“ oder „-pfleger“, sondern „Pflegefachfrau“ und „-mann“, so Berentzen. Vielen Schülern, aber auch Pflegekräften seien die Gesetzesänderungen jedoch noch nicht bekannt.

Dabei müsse seit dem 1. Januar 2020 auf dieser Grundlage ausgebildet werden. Für die Landkreise Vechta und Cloppenburg rechnet Berentzen mit bis zu 120 neuen Pflegeschülern pro Jahr.

Für die Pflegeschulen sei das 2017 verabschiedete Gesetz eine Herausforderung: Müsse sie doch in einem „fragilen System“ den Mangel an Pflegekräften abarbeiten und gleichzeitig ein neues Ausbildungssystem einführen.

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