Kirche
5,25 Millionen Euro investiert

Pro Jahr verzeichnet die Einrichtung 21 000 Übernachtungen. Davon entfallen 5000 auf die vier Zeltplätze.

Bild: Dr. Ludger Heuer
Freuten sich über den 5,25 Millionen Euro teuren Neubau des BDKJ-Jugendhofs in Vechta (von links): Pfarrer em. Heinrich Taphorn, P. Elmar Koch SVD, Daniel Brinker (BDKJ-Präses Bistum Osnabrück), Monsignore Bernd Winter, Propst Michael Matschke, Kaplan Albert Lücken, Bischof Dr. Felix Genn, Jugendpfarrer Holger Ungruhe, Weihbischof Wilfried Theising, Bischofskaplan Jörg Niemeyer, Pfarrer Jan Kröger.Bild: Dr. Ludger Heuer
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Vechta Rund 320 Gäste aus dem Oldenburger Land sind am Freitagabend nach Vechta gekommen, um nach 20 Monaten Bauzeit die Einweihung des BDKJ-Jugendhof-Neubaus mitzufeiern. Viele von ihnen hatten selbst Freizeiten und Veranstaltungen in der vor 37 Jahren gründeten Jugendbegegnungsstätte miterlebt und staunten jetzt über das, was sie sahen.

Unter Leitung von Bischof Dr. Felix Genn zelebrierten Weihbischof Wilfried Theising und weitere acht Geistliche den Freiluftgottesdienst zu Beginn des Festaktes. Trotz dunkler Wolken blieb es trocken. „Ich weiß gar nicht, wie Sie es machen, dass immer gutes Wetter ist, wenn ich hierherkomme“, sagte Genn.

Der Jugendhof sei eine starke Marke der katholischen Kirche, die über viele Jahrzehnte Menschen angezogen habe und mit der viele Menschen Erinnerungen und Emotionen verbänden, so Genn in seiner Predigt.

„Hier können Sie junge Menschen in die Tiefe und Weite des Lebens und in die Schönheit des Glaubens führen“, sprach er die Betreuer und Gruppenleiter an. Junge Menschen sollten hier aber auch für politische Fragen interessiert werden. Wer den Jugendhof erlebt habe, könne nicht dem Rechtsextremismus verfallen und würde niemals gegen Flüchtlinge demonstrieren, zeigte sich Genn überzeugt.

Beim anschließenden Festakt dankte BDKJ-Landespräses Holger Ungruhe den Firmen und Handwerkern, die mit großem Einsatz und bis zum letzten Moment auf der Baustelle gearbeitet hätten. Besonders begrüßte er die vielen Vertreter der BDKJ-Mitgliedsverbände: „Für Euch haben wir den Jugendhof gebaut.“ Jugendhofleiter Martin Scholz dankte den Mitarbeitern und Gästen, die in den vergangenen 20 Monaten bei laufendem Betrieb den Lärm und Dreck des Umbaus ertragen hätten. Das neue Gebäude, so erläuterte es Architekt Ulrich Recker aus Westerstede, verkleinere zwar die grüne Mitte der Anlage, lasse dafür aber mit seiner Lage Gestaltungsspielraum im Randbereich.

Anfang 2017 hatten die Bauarbeiten begonnen. 5,25 Millionen Euro kostete die Maßnahme. Der helle Neubau verfügt neben den Seminarräumen über 78 Betten in Zwei- bis Vier-Bett Zimmern. Jedes ist mit WC und Dusche ausgestattet, mehrere sind rollstuhlgerecht geplant. Das neue Seminarhaus ist für unterschiedliche Gruppengrößen flexibler nutzbar als das alte. Auch einzelne Zimmer können jetzt gebucht werden. Weihbischof Theising dankte dem Oldenburger Kirchensteuerrat für die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Hier werde eine exzellente Arbeit geleistet, sagte er.

Grüße des Landkreises richtete die stellvertretende Landrätin Elisabeth Schlärmann aus. So etwas wie den Jugendhof habe es zu ihrer Jugendzeit leider nicht gegeben. Die Werte, die hier vermittelt würden, seien wichtig. „Der Jugendhof ist das beste Beispiel dafür, dass Kirche nicht alt und starr ist.“

Auch Simone Göhner, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Vechta, bezeichnete das Haus als Bereicherung für die Stadt und wünschte ihm alles Gute. Dankbar für Neubau zeigten sich auch Sophia Möller und Stephan Christ vom BDKJ-Landesvorstand.

Schon in den nächsten Tagen kommen die ersten Gäste. Pro Jahr verzeichnet die Einrichtung 21 000 Übernachtungen, davon 5000 auf den vier Zeltplätzen, die mit Küchen und sanitären Anlagen ausgestattet sind. Ein Gruppenhaus steht bis zu 36 Personen zur Verfügung. Die 1980 errichteten und inzwischen stark sanierungsbedürftigen Häuser I und II mit 56 Betten sollen in Kürze abgerissen werden.

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