Vechta „Die Berufsausbildung ist und bleibt eine der wichtigsten Säulen der Fachkräftesicherung im Oldenburger Münsterland. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe bleibt auf einem hohen Niveau und bietet gute Perspektiven für den heimischen Ausbildungsmarkt. Eine Herausforderung bei der Besetzung dieser Stellen ist die sinkende Zahl an jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung bewerben“, lautet das Fazit zur Jahresbilanz des Ausbildungsjahres 2018/2019 von Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Vechta, Ludger Wester, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereiches Bildung der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg und Markus Nacke, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Agentur für Arbeit

Im Berichtsjahr von Anfang Oktober 2018 bis Ende September 2019 meldeten die Betriebe dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und der Jobcenter 3466 Ausbildungsstellen zur Vermittlung. Das waren 49 mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum suchten 2495 Bewerber mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz, 158 weniger als im Vorjahr. Zum Abschluss des Ausbildungsjahrs am 30. September 2019 waren 24 Bewerber unversorgt und 170 Ausbildungsstellen unbesetzt.

„Die Schere zwischen der Bewerberzahl und den angebotenen Ausbildungsplätzen im Oldenburger Münsterland geht weiter auseinander. Zwar ist die Nachfrage der Betriebe nach Azubis etwas verhaltener gestiegen als in den Vorjahren. Dem gegenüber ist im zurückliegenden Berichtsjahr die Zahl der jungen Menschen, die sich für eine Berufsausbildung interessieren, jedoch deutlich gesunken“, erläutert Tina Heliosch.

Oldenburgische IHK

Im Bereich der Oldenburgischen IHK haben die Unternehmen 4294 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein leicht negativer Trend von minus 60. Im Oldenburger Münsterland bedeutet dies einen Rückgang von 33 Verträgen auf 1383. Trotz der geringeren Ausbildungszahlen wurden in den gewerblich-technischen Berufen 19 Verträge mehr abgeschlossen als 2018. Besonders positiv sind der Metallbereich (+ 33 Verträge) sowie die Berufe in der Gastronomie (+ 32). Im Beruf der Industriekaufleute reduzierten sich die Verträge auf 314 Auszubildende (- 34).

„Die Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft im Oldenburger Land dem Fachkräftemangel begegnet und trotz der wirtschaftlich unsicheren Lage nahezu unverändert ausbildet. Die Ausbildungssituation in den einzelnen Branchen ist derzeit unterschiedlich. In der Metalltechnik (+ 33 Verträge) und in der Elektrotechnik (+ 11 Verträge) verzeichnen wir seit Jahren steigende Ausbildungszahlen“, erklärt Ludger Wester.

Kreishandwerkerschaft Cloppenburg

Die Nachfrage nach einer handwerklichen Ausbildung im Landkreis Cloppenburg hat sich mit einem Rückgang von von 614 auf 587 neue Ausbildungsverträge zum 30. September deutlich schlechter entwickelt als erwartet. Der Landkreis Cloppenburg bleibt damit aber weiterhin eine sehr ausbildungsstarke Handwerksregion. Dabei gibt es hier erhebliche Schwankungen in einzelnen Berufsgruppen. Insbesondere die Nahrungsmittelhandwerke (Bäcker, Fleischer, Fachverkäuferinnen) und in Grenzen auch die Maurerausbildung haben in diesem Jahr geringeren Zulauf erfahren, während alle anderen Berufe sich weitgehend stabil entwickelt haben. erklärt Dr. Michael Hoffschroer.

Kreishandwerkerschaft Vechta

„Die Nachfrage nach Auszubildenden im Handwerk des Landkreises Vechta ist weiterhin größer als die geeignete Bewerberanzahl“, erklärt Markus Nacke. Die Anzahl der Auszubildenden ist im Vergleich zum Vorjahr konstant und somit weiter auf hohem Niveau. Trotzdem sind viele Ausbildungsplätze noch unbesetzt. So sind vor allem in den Bereichen Elektronik, Anlagenmechanik, Maurer, Kfz, Metallbau und Tischler Ausbildungsplätze unbesetzt. Bei den Friseuren wurden im Vergleich zum Vorjahr fünf Auszubildende mehr eingestellt als im Vorjahr, bei den Maurern sieben.

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Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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