Vechta Die Eltern Vechtaer Grundschüler haben einer Umwandlung der Bekenntnisschulen in Schulen für Kinder aller Bekenntnisse bei einer Abstimmung nicht mehrheitlich zugestimmt. An den fünf katholischen Bekenntnisschulen in Vechta wurde die erforderliche Quote nicht erreicht. Somit bleiben die Overbergschule, die Marienschule Oythe, die Grundschule Langförden, die Grundschule Hagen und die Alexanderschule katholische Bekenntnisschulen.

An der evangelischen Martin-Luther-Schule stimmten die Eltern zwar für eine Zusammenlegung mit der katholischen Alexanderschule. Aufgrund des Votums an Letzterer wird dieser Schritt jedoch nicht vollzogen werden können.

Die Wahlbeteiligung lag bei 71 Prozent. „Wir sind froh, dass wir 71 Prozent der Eltern erreichen konnten, gleichwohl hätten wir uns eine höhere Wahlbeteiligung erhofft“, sagte Bürgermeister Helmut Gels. Den Anlass für die Abstimmung hatte das Niedersächsische Schulgesetz gegeben: Danach müssen Eltern über eine Umwandlung einer Bekenntnisschule in eine Schule für Kinder aller Bekenntnisse entscheiden, wenn der Anteil der bekenntnisfremden Schüler in vier aufeinanderfolgenden Jahren bei mehr als 30 Prozent liegt.

Dies ist im aktuellen Schuljahr mit Ausnahme der Alexanderschule an nahezu allen Bekenntnisschulen im Stadtgebiet der Fall. Die Alexanderschule wurde dennoch in die Entscheidungen eingebunden, da es Überlegungen gab, sie mit der benachbarten evangelischen Martin-Luther-Schule zusammenzulegen. An beiden Schulen stehen gravierende bauliche, aber auch personelle Veränderungen an. Eine Zusammenlegung hätte automatisch die Umwandlung der beiden Bekenntnisschulen in eine Schule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse bedeutet. Eltern können jederzeit eine erneute Abstimmung beantragen. Hierfür sind mindestens zehn Prozent der Elternschaft der jeweiligen Schule erforderlich.

Bürgermeister Helmut Gels sagt: „Es haben nicht genügend Eltern für eine Umwandlung gestimmt. Möglicherweise war zumindest an drei Schulen die gesetzliche Hürde zu hoch. Selbstverständlich akzeptieren und respektieren wir das Ergebnis. Gleichwohl ist es bedauerlich, da eine Umwandlung die Einführung fester und verlässlicher Schulbezirke ermöglicht hätte. Es war wichtig und richtig, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Dies hat dazu geführt, dass über die Vechtaer Schullandschaft und Themen wie Bildungsgerechtigkeit diskutiert worden ist. Diese Diskussionen werden wir nun weiterführen müssen, weil die Probleme geblieben sind.“

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