Vechta Was für ein letztes Viertel! Nach einer zuvor wohl noch nie dagewesenen Aufholjagd hat Rasta Vechta sein fünftes Bundesliga-Spiel in Folge gewonnen. Am Samstagabend setzten sich die Vechtaer Basketballer gegen die Löwen Braunschweig letztlich mit 106:103 (44:52) durch. Dabei hatte das Team von Trainer Pedro Calles gute neun Minuten vor Schluss noch mit 27 Punkten zurückgelegen.

Doch durch ein fantastisches Schlussviertel, das Rasta für sich genommen mit 43:15 (!) gewann, reichte es am Ende doch noch für den Sieg. „Ich denke, wir alle sind uns darin einig, dass hier im Rasta-Dome gerade Geschichte geschrieben wurde“, meinte Calles nach der sensationellen Aufholjagd: „Und ich darf heute noch einmal mein Credo hervorholen: Charakter ist wichtiger als Talent.“

Bei dem ein oder anderen Basketball-Fan kamen womöglich Erinnerungen an den 23. Mai 2017 auf, als die EWE Baskets Oldenburg im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen RP Ulm ebenfalls einen 27-Punkte-Rückstand aufholten. Die Oldenburger lagen damals allerdings schon zur Pause mit 33:60 hinten und starteten direkt nach dem Seitenwechsel mit der Aufholjagd, die Rickey Paulding mit einem Buzzer-Beater zum 93:93 abschloss – in der Verlängerung setzte sich Oldenburg dann durch.

In die Overtime musste Vechta am Samstagabend noch nicht einmal. Angeführt von Nationalspieler Philipp Herkenhoff (20 Punkte), Steve Vasturia (19/8 Assists) und Ishmail Wainright (11) machte das Team in 550 Sekunden aus einem 63:90 ein 106:103. Allein im letzten Abschnitt versenkte Rasta 14 von 24 Wurfversuchen aus dem Feld, darunter sechs Dreier.

Calles haderte trotz der famosen Aufholjagd mit seinen Spielern: „Dafür brauchen wir echte Kämpfer. Aber ich muss jetzt auch sagen, dass nicht alle in dieser Mannschaft solche Kämpfer sind. Das Gute ist, dass diese Spieler sich an anderen im Team orientieren können – sie sollten ihnen folgen. Denn wenn dem nicht so ist, ist das hier keine gute Beziehung zwischen ihnen und dem Club.“

Auch die Gießen 46ers drehten einen zweistelligen Rückstand noch zum Sieg. Das Team lag zur Halbzeit gegen den MBC Weißenfels mit 48:61 zurück und gewann noch 98:95.

Die Hamburg Towers kassierten derweil im Duell der Kellerkinder gegen die BG Göttingen ihre sechste Niederlage im siebten Spiel. Während Göttingen beim 93:87 der zweite Saisonsieg gelang, warten die Hamburger weiter auf ebenjenen.

Meister Bayern München bleibt indes als einziges Team weiter ungeschlagen. München setzte sich am Sonntag gegen Medi Bayreuth mit 91:79 (42:40) durch und führt die Tabelle souverän an.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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