Vechta Auf eine besondere Zeitreise können Besucher auf dem Gelände der ehemaligen Zitadelle in Vechta gehen. Diese führt von einer mittelalterlichen Burg zu einer frühneuzeitlichen Festung des 17./18. Jahrhunderts. Wie haben sich Menschen früher vor feindlichen Angriffen geschützt, wie haben sie gelebt? All das kann an insgesamt drei Stationen entdeckt werden.

Auf Castrum Vechtense, dem mittelalterlichen Burgmodell des 11. Jahrhunderts, können die Besucher erleben, was zum Alltag des Mittelalters gehörte. Zahlreiche Sonderveranstaltungen bieten Einblicke in das Leben der Vorfahren vor Hunderten von Jahren. Ein Teil der historischen Zitadelle ist im Herzen der Innenstadt wiederhergestellt worden. Sitzgelegenheiten und idyllische Plätze laden zum Picknick, Verweilen oder Spaziergang ein.

Geschichten aus der Bronzezeit, dem Mittelalter, dem 30-jährigen Krieg und über die Nutzung des Vechtaer Gefängnisses bis 1991 werden im alten Zeughaus von 1698 auf drei Etagen erzählt.

Aktuell läuft dort noch bis zum 3. Januar die Sonderausstellung „Ein Stück Daheim. Spätaussiedler im Oldenburger Münsterland“. Denn in die beiden Kreise Cloppenburg und Vechta wanderten seit der Mitte der 1990er Jahre mehr als 50 000 Spätaussiedler russlanddeutscher Herkunft ein.

Wie lebten diese neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihrer alten Heimat, und wie haben sie sich hier eingelebt? Wie wurde die Kultur der Nachkommen von deutschen Auswanderern in der Sowjetunion geprägt? Die Sonderausstellung geht diesen Fragen anhand von persönlichen Mitbringseln der Russlanddeutschen auf den Grund.

Im Mittelpunkt stehen die Aussiedler mit ihrer Kultur, ihrer Geschichte, ihrem Alltag und ihren Migrationserfahrungen. Eine große Auswahl von Objekten aus dem Gepäck der Spätaussiedler, wie Handarbeitserzeugnisse, Familienreliquien, Werkzeuge, religiöse Bücher, sowjetische Auszeichnungen, Dokumente und Fotos beleuchten dieses Kapitel russlanddeutscher Kulturgeschichte.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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