VECHTA Wohin geht die Reise? Diese Frage stellen sich nach der Ankündigung der Schwestern Unserer Lieben Frau (ULF), ab 2015 nicht mehr als Träger ihres Vechtaer Mädchengymnasiums zur Verfügung zu stehen, viele mit der Schule verbundene Bürger – nicht nur in Vechta (die NWZ  berichtete). Offiziell lehnt das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) die Trägerschaft ab. Die kirchliche Oberbehörde hat erklärt, die Verantwortung für die ebenfalls vor der „Aufgabe“ durch die „ULFen“ stehenden Fachschulen Marienhain zu übernehmen. Damit seien die Möglichkeiten erschöpft, so das BMO.

Ein Kostenplan muss her

Bevor ein neues Trägerschaftsmodell für die eine 177-jährige Tradition in der Kreisstadt aufweisende Liebfrauenschule greifen kann, gilt es, zahlreiche Fragen, vor allem finanzieller Art, zu klären. So bemüht sich ein aus Landkreis- und BMO-Experten bestehender Arbeitskreis seit Wochen um die Berechnung einer Finanzierungsgrundlage für die Schule. Darin sollen etwa Kosten für die Renovierung, erforderliche Brandschutzmaßnahmen oder die Sanierung der Heizungsanlage fixiert werden. Der eigentliche Knackpunkt sind jedoch bislang ungeklärte Versorgungsansprüche des Lehrerkollegiums. Es setzt sich aus drei Gruppen zusammen: Ordensangestellte, beurlaubte Landesbeamten und Dienstvertragsbeamte des BMO.

Was die zukünftige Trägerschaft des „ULF“ angeht, favorisieren die in Verhandlungen stehenden Parteien derzeit ein Modell, das eine Verteilung der Verantwortung auf mehrere Schultern beinhaltet. 50 Prozent würden private Förderer, darunter führende Unternehmer sowohl aus dem Nord- als auch aus dem Südkreis, übernehmen. Die andere Hälfte schultert das Offizialat.

Klare Verhältnisse nötig

Zudem haben die Füchteler Dominikaner Bereitschaft signalisiert, für begrenzte Zeit einen vierten Zug am Kolleg St. Thomas einzurichten. Dem Vernehmen nach wollen sich die Patres nicht querstellen, wenn sie um Hilfe gebeten werden. Eine Übernahme der Schule oder eine Trägerschaft stehe für sie allerdings nach wie nicht zur Debatte.

Zugeknöpft gibt sich der Orden der Schwestern Unserer Lieben Frau. Auf Anfrage sagte die Provinzoberin, Schwester Anneliese Stelzmann (Coesfeld): „Wir warten auf einen Termin mit dem Landkreis Vechta.“

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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