VECHTA Die Forschungen zeigen die Verbundenheit den Hochschule zur katholischen Kirche. Eine Tagung in Stapelfeld dient als Diskussionsforum.

Von Christoph Floren VECHTA - Mit der Seligsprechung des als „Löwe von Münster“ bekannten Kardinals Clemens August Graf von Galens am 9. Oktober 2005 (die NWZ berichtete) hat die Galen-Forschung noch lange nicht ihr Ziel erreicht. Gestern stellte eine aus Prof. Joachim Kuropka, Dr. Anna Maria Zumholz und Dr. Michael Hirschfeld bestehende Wissenschaftlergruppe der Hochschule Vechta ihre neuesten Ergebnisse und Erkenntnisse vor. Dazu wurden unter anderem erstmals zugängliche historische Dekanatsakten der Pfarrei St. Lamberti in Münster aufgearbeitet.

Demnach, so unterstrich Kuropka, seien die Versuche von Galens, verfolgten Juden zu helfen, weitaus intensiver gewesen, als bislang bekannt. Hirschfeld verwies unter anderem darauf, dass es in den Familie des Kardinals keine Militaristen gegeben habe. Er skizzierte die Angehörigen des Kirchenfürsten als „ultramontan“, was papsttreu bedeutet. Zumholz verwies auf die Notwendigkeit der „Differenzierung zwischen einer politischen und einer theologischen Deutungsebene“. Überdies habe sie nach Sichtung weiterer Quellen die Erkenntnis gewonnen, dass „für von Galen die seelsorgliche Komponente wichtiger als die politische“ gewesen sei.

Um Details zum aktuellen Stand der „Von-Galen-Forschung“ geht es bei der Tagung „Streitfall Galen – Anfragen, Kontroversen und Antworten“ am 10. und 11. März in der Katholischen Akademie und Heimvolkshochschule Stapelfeld. Dort soll der Frage nach der Wirkung und Bedeutung des Kardinals mit besonderem Augenmerk auf bislang nicht hinreichend geklärte Akzente seines Lebens nachgegangen werden. Zum Programm der Veranstaltung „für Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte“, so Kuropka, gehören etwa Vorträge und Diskussionen zum Umfeld von Galens sowie zu seinem Wirkungsbereich als Pfarrer und Bischof.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.