VECHTA Einen bewundernswerten Lebensmut und die erstaunliche Fähigkeit, ihr Schicksal mit Geduld und Gelassenheit zu ertragen, haben Politiker aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta den Nichtsehenden und Sehbehinderten bescheinigt. In Ansprachen während der Jahresabschlussfeier der Blindengruppe Oldenburger Münsterland bei „Sextro“ in Vechta-Oythe zollten auch die Vertreter der beiden großen christlichen Konfessionen, Pater Walter Körbes (Calhorn) und Pastor Jörg Schlüter (Vechta) den Blinden und stark Sehbehinderten großen Respekt.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die stellvertretende Kreisgruppenvorsitzende Lenchen Tönnies aus Petersdorf auch den Bundestagsabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp, den stellvertretenden Landrat Antonius Lamping (Cloppenburg), den 1. Kreisrat Herbert Winkel (Vechta), den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Vechta Claus Dalinghaus und die Leiterin des Sozialamtes Angelika Wehebrink. Durch das Programm, führte die Kreisverbandsvorsitzende Hildegard Stukenborg (Bakum). Mit Liedern erfreute Katrin Muhle aus Dinklage die Besucher. Für die Begleitung der Feier am Klavier sorgte Lukas Kalkhoff aus Bakum. In Blindenschrift verfasste Geschichten, die von Sonja Bienek aus Ahlhorn vorgetragen wurden, fanden viel Beifall.

Holzenkamp lobte in einer Ansprache die Arbeit der Selbsthilfegruppen, in denen die Betroffenen Rückhalt und Unterstützung finden. Winkel zollte den Nichtsehenden großen Respekt. Die jährliche Zusammenkunft biete Gelegenheit neue Kraft zu schöpfen und sich für die kommenden Wochen und Monate zu stärken. Den hohen Stellenwert der Selbsthilfegruppen hoben auch Dalinghaus und Lamping hervor. Der Blindenverband sei für viele Menschen eine unverzichtbare Anlaufstelle, sagte Lamping weiter.

Der ehemalige Regionalverbandsvorsitzende Karl-Heinz Dittert (Cloppenburg) informierte über die Arbeit des Blindenverbandes. Zu den Aktivitäten zählten unter anderem Computer- und Punktschriftkurse, ein Erste Hilfe-Lehrgang sowie Ausflüge zu einer Feuerwehr-Einsatzleitzentrale, ei­ner Käserei und eines Bauernmuseums. „Trauern wir nicht all dem nach, was wir nicht mehr können, sondern freuen wir uns über die vielen Dinge, die wir noch verrichten können“, machte Dittert seinen Mitbetroffenen Mut.

Tönnies dankte kommunalen und kirchlichen Einrichtungen sowie Banken, Firmen und Einzelpersonen im Oldenburger Münsterland für deren finanzielle Unterstützung. Im Anschluss an den offiziellen Teil traf man sich zu einer Kaffeetafel mit Torten, die wieder von der Cloppenburger Firma Frerker gestiftet wurden. Eine Sammlung für taubblinde Schicksalsgefährten erbrachte 185,10 Euro.

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