Vechta Mit dem Abitur in der Tasche hätte Nils Blettrup eigentlich sofort ins Studium starten können, um seinen Traum vom Ingenieurberuf zu verwirklichen. Stattdessen entschied er sich dafür, zunächst eine Ausbildung mit dem Ziel Kraftfahrzeugmechatroniker zu machen. Dadurch, erklärte der frischgebackene Geselle, könne er nun mit wertvollen praktischen Erfahrungen sein Studium aufnehmen.

Am vergangenen Sonnabend sprach Kreishandwerksmeister Ludger Wessel ihn und 167 weitere Handwerkslehrlinge aus dem Einzugsgebiet der Kreishandwerkerschaft Vechta frei. „Sie haben bewiesen, dass sie wollen und dass sie können, wenn man sie lässt“, lobte der Kreishandwerksmeister anlässlich einer Feierstunde in der Pausenhalle Justus-von-Liebig-Schule Vechta.

Die beruflichen Zukunftsaussichten des handwerklichen Nachwuchses schätzen er und Vechtas Bürgermeister Helmut Gels (CDU) positiv ein. „Wer ein Handwerk beherrscht, der ist gefragt“, sagte der Bürgermeister in seinem Grußwort an die Veranstaltungsteilnehmer. Entsprechend selbstbewusste dürften die Gesellen ihren weiteren Weg beschreiten. Die ihnen dabei begegnenden Herausforderungen sollten sie nicht als Hindernis verstehen, sondern als Chance, weiter zu wachsen.

Gels nutzte zugleich die Gelegenheit, sich bei den Ausbildungsbetrieben in der heimischen Region für ihr Engagement zu bedanken. „Sie bieten jungen Menschen eine Perspektive“, betonte der Rathauschef.

Gesondert geehrt wurde am Sonnabend Feinwerkmechaniker (Werkzeugbau) Marcel Johannes Wellbrock. Für seine herausragenden Leistungen in der Gesellenprüfung überreichte ihm Manfred Kurmann, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg, eine handgeschmiedete „Eins“. Die Skulptur ist das traditionelle Diplom der Kreishandwerkerschaft.

Eine weitere Auszeichnung konnte Metallbauer Maik Schultz entgegennehmen. Er hatte sich im Wettbewerb „Jugend schweißt“ gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt, und belegte den Spitzenplatz.

Jens Droste-Rehling steckt zwar noch mitten in der Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker, hat jedoch mit seiner guten Leistung im ersten Teil der Gesellenprüfung bereits auf sich aufmerksam gemacht. Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft Vechta wählte ihn als ersten Empfänger der neu eingeführte Volksbank-Förderung aus.

Das Vechtaer Geldinstitut will mit diesem Modellvorhaben künftig zwei Talente pro Jahr dabei finanziell unterstützen. Die Förderung soll ihnen ermöglichen, die Karriereleiter weiter hinaufzuklettern. Mit der im Zuge der Freisprechung erstmals vergebenen Förderung können die Teile drei und vier der Meisterprüfung bei der Kreishandwerkerschaft finanziert werden.


Mehr Informationen auch unter   www.handwerk-vechta.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.