Berlin /Vechta Es riecht nach Mandeln, es gibt den Stoppelhopser zu trinken, um den Hals der Menschen baumeln Lebkuchenherzen und Schnapsgläser, und aus jeder Ecke tönt ein freundliches „Moin“. An diesem Donnerstagabend weht in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin ein Vechtaer Wind. Die Stadt hat zum „Parlamentarischen Abend – kleiner Stoppelmarkt in Berlin“ eingeladen. Etwa 1200 Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik aus dem Oldenburger Münsterland und Berlin haben sich laut Vechtas Bürgermeister Helmut Gels bei der Niedersächsischen Landesvertretung im Herzen Berlins eingefunden. Auch Ministerpräsident Stephan Weil ist zur Eröffnung des Abends gekommen. Und warum die Wurstbuden, der Hau-den-Lukas und der Kilmerstuten fernab der Heimat?

„Der Stoppelmarkt ist ein Werbeträger. Die Leute, die sich angemeldet haben, wollen einen Stoppelmarkt erleben, der Freude vermittelt, der ihnen die Möglichkeit gibt, Leute kennenzulernen, die in der Region leben. Die auch die Besonderheit haben, dass sie sehr gastfreundlich sind“, sagte Gels. Das kann Ministerpräsident Weil nach einigen Besuchen in der Region bestätigen, aber: „Vechta ist eine Region, die man sich als Sozialdemokrat erst erschließen muss“, so Weil, der 2015 als Festredner beim Stoppelmarkt sein Debüt auf dem Volksfest feierte. „Die Rede war schon eine meiner größten rhetorischen Herausforderungen“, gab der Ministerpräsident freimütig zu. Er habe sich aber sehr wohlgefühlt, versuche nun immer beim Stoppelmarkt dabei zu sein. Wer noch nicht auf dem Stoppelmarkt war, habe eine Bildungslücke, sagte der Landesvater. Er sei sehr zufrieden mit dem Oldenburger Münsterland: „Es ist eine Boom-Region, weiter so“, rief der Sozialdemokrat den Gästen im Garten der Landesvertretung zu.

Erst richtig los ging es nach der Eröffnung beim kleinen Stoppelmarkt. Marktmeister Jens Siemer mit seinem Team, die Mitarbeiter des Bauhofs und der gesamten Stadt Vechta und zahlreiche Aussteller vom Stoppelmarkt hatten im Vorfeld wieder eine logistische Meisterleistung vollbracht. Bei Musik und bestem Sonnenwetter stellten die Vechtaer wieder einmal unter Beweis: Feiern und Geselligkeit werden – nicht nur dank des Stoppelmarkts – in Vechta groß geschrieben.

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