Vechta Betreuungsverein, Frauen- und Kinderschutzhaus, Familienpaten, die Begegnungsstätte „Haltestelle“ und die „Kleinen Kaufhäuser“ sind einige Einsatzbereiche des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Vechta. Einen Überblick über die Tätigkeiten der 46 hauptamtlichen Mitarbeiter, sieben Honorarkräfte und 346 Ehrenamtlichen im Jahr 2016 gibt der Jahresbericht, den die Vorsitzende Silja Meerpohl und Geschäftsführerin Annette Kröger nun vorstellten.

Schwangere profitieren in vielfältiger Form von den Angeboten. Es gibt sowohl Einzelberatungen, die 2016 548-mal in Anspruch genommen wurden (2015: 462) als auch niedrigschwellige Angebote in Form der Gruppenberatung wie das Müttercafé (34 Treffen) oder spezielle Baby-Kurse. Auch Präventionsarbeit wurde vom SkF angeboten – 68 Workshops für Mädchen und Jungen sowie 30 Elternabende informierten im Rahmen des „MFM - My Fertility Matters“ über körperlichen Veränderungen in der Pubertät.

An Schwangere richtet sich der Familienhebammendienst, der seit 2008 in der Trägerschaft des SkF ist. 85 Familien wurden von Januar bis Dezember 2016 von den fünf Familienhebammen, einer Familienkinderkrankenschwester und der Sozialpädagogin betreut. „In 2016 lag der Erstkontakt zu den Frauen während der Schwangerschaft oder einem Kind unter acht Wochen bei 87 Prozent“, heißt es im Jahresbericht zur Situation der Ratsuchenden. Die Alterspanne erstreckte sich von 16 bis 43 Jahren, die Mehrheit der Frauen war zwischen 20 und 30 Jahre alt.

38 Frauen mit 34 Kindern suchten im vergangenen Jahr im Frauen- und Kinderschutzhaus Zuflucht. Die Auslastung betrug 86 Prozent, im Vorjahr waren es 69 Prozent.

Auch der Adaptions- und Pflegekinderdienst fällt in den Aufgabenbereich des Sozialdienstes mit Sitz an der Kronenstraße. „Im Berichtsjahr 2016 nahmen wir 19 Paare in ein Bewerberverfahren für die Aufnahme eines Adoptiv- oder Pflegekindes auf, überprüften fünf Verwandtenpflegebewerber und zehn Bewerberfamilien, die sich für die Aufnahme eines unbegleiteten Ausländers/Flüchtlings interessierten“, heißt es im Jahresbericht. Entsprechend dem bundesweiten Trend seien die Zahlen der Bewerberpaare für ein Adoptivkind weiter rückläufig, so der SkF Vechta. Ein Säugling wurde im Jahr 2016 in Adoptionspflege vermittelt, 13 Kinder wurden in Form der Vollzeitpflege vermittelt. 20-mal wurden Kinder in Bereitschafts- beziehungsweise Kurzeitpflege vermittelt, in 14 Fällen erfolgte dies aufgrund einer vermuteten Kindeswohlgefährdung.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind der Betreuungsverein mit 165 Klienten, die Familienpaten mit 28 Mitarbeitern sowie die Sozialpsychatrische Beratungsstelle mit 202 Klienten.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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