KREIS VECHTA In wenigen Wochen legen 38 Schüler des dritten Lehrjahrs der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schule die Prüfung zum Landwirt ab. Als Teil ihrer Vorbereitung hat die von den Lehrern Dr. Kathrin Fleming und Studiendirektor Josef Batke begleitete Gruppe den Schlachtbetrieb „Steinemann“ in Steinfeld besucht. Dabei erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeitsabläufe des 1966 gegründeten Unternehmens, dass sich auf die Herstellung hochwertiger Fleisch- und Wurstwaren spezialisiert hat.

Vieh von Höfen der Eltern

Geschäftsführer Ulrich Steinemann stellte den Schülern das aktuell 350 Mitarbeiter zählende Unternehmen vor, in dem Schweine und Rinder in zwei voneinander unabhängigen Linien parallel geschlachtet werden. Die Jahreskapazität des Fleischzentrums erreicht 1 300 000 Einheiten. Das Vieh kommt zu 100 Prozent aus QS-zertifizierten Betrieben. Eine Reihe davon bewirtschaften Eltern der Schüler. „Wir legen Wert auf Verantwortung und Qualität, und das zeichnet unsere Produkte aus,“ so Steinemann.

Dafür steht auch der firmeneigene Fuhrpark. Fachkräfte stellen einen reibungslosen Transport sicher. Die Voraussetzungen dafür schafft nach Angaben des Geschäftsführers die enge Zusammenarbeit einzelnen Abteilungen.

 Einblicke in den Arbeitsalltag ermöglicht auch die im zweiten Jahr laufende Zusammenarbeit der Vechtaer Geschwister-Scholl-Schule mit der Kreishandwerkerschaft Vechta. Sie ist Teil der Landkreisinitiative KURSiV (Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen im Landkreis Vechta).

Bei einer ersten Bilanz erklärte Anja Tameling (Projektkoordinatorin): „Die Schüler bekommen durch ihre Begegnungen mit den Handwerksbetrieben einen ganz anderen Eindruck von der Arbeit. Sie lernen Berufe und Chancen im Handwerk kennen.“ Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Dieter Mertens stützt diese Aussage. „Wir haben durchweg positive Erfahrungen mit den Schülern gemacht.“

Kontakte tragen Früchte

Sie ergaben sich bei den Handwerkertagen, bei denen sich verschiedene Gewerke in der Schule vorstellten. Im Gegenzug gingen Schülergruppen während einer Berufsorientierungswoche in die Betriebe. Zusätzlich konnten die Jugendlichen in einem Ferienprogramm ihre Kompetenzen für Tätigkiten im Handwerk erfahren. „Für uns ist das mehr, als wir erwartet hatten. Jetzt bemühen wir uns noch darum, dass verschiedene Gewerke in den Fachunterricht kommen.“

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