Kreis Vechta Für Debatten sorgt die am Dienstag, 27. Januar, im Kreishaus Vechta von Prof. Torsten Kirstges (Wilhelmshaven) vorgestellte Bekanntheits-, Image- und Markenstudie Oldenburger Münsterland (die NWZ  berichtete). Die Anregungen werden registriert und hinterfragt. So votiert Dieter Mertens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Vechta, für die Beibehaltung des OM-Logos, das er „gelungen“ nennt. Er sieht in der Studie „nichts wirklich Neues“. Imageprobleme wie mit Gülle seien bekannt. Auch könne das OM „kaum mit anderen Top-Tourismusregionen“ mithalten. „Mit bunten Imagebroschüren können wir nicht gegen Berichte über ständig neue Skandale andrucken“, so Mertens.

Für Bernd Stolle (Tourist-Information Dammer Berge) zählt die positive Einstellung vieler Menschen zur Region. „Wenn wir die Leute hier vom OM, einer wirtschaftlich interessanten, in 20 Jahren gewachsenen Region“ begeistern, „dann dringt das auch nach außen. Die fünf hiesigen Tourist-Informationen seien daran beteiligt, jedoch könne OM nicht mit anderen Tourismusregionen, etwa der Nordseeküste, mithalten.

Die Präsidentin der Universität Vechta, Prof. Marianne Assenmacher, stellt klar: Die Studie belegt, was die hier Lebenden wissen: Die Region ist gut aufgestellt. Das Oldenburger Münsterland ist ein toller Ort zum Arbeiten.“ Das gelte es, nach außen zu transportieren: „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Menschen, Fachkräfte, Touristen und Studierende zu holen und vor Ort von unserer Region zu überzeugen“. Darin liege der Schlüssel zu einem besseren überregionalen Image.

Für Günther Nyhuis, Sprecher der CDU-Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT), „verändert man das Image einer Region nicht durch ein neues Logo“. Er nennt das OM-Logo, „sehr technisch, was viele Menschen nicht verstehen“. Die Stärke des OM nennt er „einen ausgeprägten Mittelstand, der sich oft Nischen gesucht habe“. Für den Erhalt dieser Stärke „braucht unsere Wirtschaft Fachkräfte“. Die MIT begrüße die Zuwanderung. Sie hoffe, dass diese Menschen schnellstmöglich in Lohn und Brot kommen.

Uwe Bartels, Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, überrascht das Ergebnis der Studie nicht. Er habe die positiven wie die negativen Beurteilungen „erwartet“. Das die Nährstoffüberschussproblematik, Fragen des Tierwohls oder Werkverträge draußen gesehen werden, sei klar. Für Bartels sind „Änderungen nötig“. Wörtlich sagt er: „Ich glaube, wir haben in unserer Region die Innovationskraft, um die Probleme zu erkennen und zu beheben.“

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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