VAREL Auf großes Interesse ist das Bürgerforum zum möglichen Verkauf der Dangaster Kuranlage „Deichhörn“ am Donnerstagabend im „Tivoli“ gestoßen. 180 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um die Diskussion über die Zukunft der Kuranlage zu verfolgen. Es diskutierten Jürgen Bruns (SPD), Hergen Eilers (CDU), Djure Meinen (Grüne/BBV), Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel), Iko Chmielewski (MMW) sowie Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Die Moderation hatte NWZ-Redaktionsleiter Hans Begerow.

Eingeladen hatten Nordwest-Zeitung und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Varel, deren Vorsitzende Matthias Brauer und Ralf Tjarks eingangs die aus ihrer Sicht bestehende Notwendigkeit eines Verkaufs bekräftigten. Anlass der neuerlichen Verkaufsabsichten sei ja der hohe Zuschuss, den die Stadt jährlich als Defizitausgleich für den Eigenbetrieb Kurverwaltung leisten müsse.

Zu Beginn der Veranstaltung konnten sich die Zuschauer mit einem Filmbeitrag (zur Verfügung gestellt von NWZTV) auf den Diskussionsstand bringen. Darin kommen auch die Gründer der Bürgerinitiative Dangast zur Rettung der Kuranlage und des Kurparks zur Sprache – Leo-Willi Klubescheidt und Dr. Peter Beyersdorff.

Diskutiert wurde auf dem Podium ausgiebig. Im Vorfeld hatten Zukunft Varel und MMW Zweifel an einer Notwendigkeit des Verkaufs, zumindest eines Abrisses, deutlich werden lassen. Iko Chmielewski (MMW) stellte die Position seiner Gruppe vor. Größere Investitionen im Überflutungsbereich hält MMW für unverantwortlich, auch will MMW keine hohe Mauer auf dem Deich. Beifall von etlichen erhielt Chmielewski für seine Haltung zur Kuranlage: „Die Bausubstanz der Kuranlage ist einwandfrei und wird vermutlich noch 100 Jahre halten.“ Investitionsstau gebe es bei der Gebäudetechnik und Isolierung im Mehrzweckgebäude.

Dagegen hält die Mehrheitsgruppe das Konzept grundsätzlich für gut, sagten Hergen Eilers (CDU) und Jürgen Bruns (SPD): „Und wir werden es auch unterstützen“, sagte Bruns. Dreh- und Angelpunkt sei doch, dass man den Tourismus in Dangast halten wolle. „Wir müssen in Dangast investieren; aufgrund der Haushaltslage geht das nur durch Verkauf von Grundstücken“, machte Bruns klar. Im Augenblick sei man in der Konzeptphase, Details über Baukörper oder Investoren gebe es nicht. Die Gruppe stehe aber zu ihrer Aussage, dass das, was durch den Verkauf von Liegenschaften hereinkommt, auch investiert werden soll, bekräftigten Eilers und Bruns.

Über die Diskussion und die Positionen der Fraktionen zum Verkaufsvorschlag berichtet die NWZ  ausführlich in der Sonnabend-Ausgabe.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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