Varel Der Ortsverband Varel des Naturschutzbunds Nabu hat zum Leserbrief von Heiko Proll „Verschandelung des Kirchhügels“ (NWZ vom 19. September) Stellung bezogen. „Man kann dem Leserbriefschreiber nur ans Herz legen, sich intensiv zu informieren, beispielsweise mit dem Buch ,Das Verstummen der Natur‘ oder dem ,Neun-Punkte-Plan gegen das Insektensterben – Die Perspektive der Wissenschaft‘“, schrieb Sprecher Martin Heinze. Dort sei u.a. zu lesen: Anstatt mehr Grün brauche es mehr heimische Blütenpflanzen in der Stadt. Und: Bei Bepflanzungen sollten (...) statt exotischer Pflanzen (z.B. Forsythien, Thuja und Kirschlorbeer konsequent heimische, im Idealfall nektarreiche Pflanzen eingesetzt werden.

Zum in Varel mittlerweile fast zur Monokultur gewordenen Kirschlorbeer schreibe der Leiter der Forschungsgruppe zum Thema Biodiversität an der Universität Potsdam: Der Kirschlorbeer verwildere leicht und könne einen dichten Unterwuchs in Wäldern bilden. Das verhindere das Aufkommen anderer Pflanzenarten. „Er empfiehlt, den Kirschlorbeer keinesfalls in der Nähe eines Waldes zu pflanzen. Auch sollten Gartenbesitzer Blütenstände nach dem Verblühen abschneiden. So verhindern sie, dass Vögel die Samen verbreiten. Sollten die Samenstände bereits stehen, gehörten sie in eine professionelle Kompostieranlage“, so Heinze.

„Zusätzlich finden sich in Varel viele hochgezüchtete Zierpflanzen ohne jeglichen ökologischen Wert und tote Schotter(vor)gärten, so dass der Behauptung, Varel sei „sehr bienen- und insektenfreundlich“, entschieden widersprochen werden muss“, schreibt der Nabu. Hoffnung könne man schöpfen bei den zunehmenden Gärten, wo erkennbar gegen die Biodiversitätskrise angepflanzt und gesät wird. „Dazu gehört auch der Kirchhügel, was zu recht zu einer Auszeichnung der UN-Dekade für biologische Vielfalt geführt hat.“

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