Varel „Wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass der von uns erhoffte Erhalt der HSG Varel-Friesland durch die Gründung der SG Obenstrohe/Dangastermoor in weite Ferne gerückt ist. Wir sind der Überzeugung, dass der von diesen beiden Stammvereinen eingeschlagene Weg falsch ist und unternehmen hiermit einen finalen Rettungsversuch.“ Das schreiben Hartmut Tschirner, Andreas Henk und Peter Gründler in einem Offenen Brief unter anderem an die Vorsitzenden der vier Stammvereine Peter Mostowski (TuS Obenstrohe), Kurt Ehlen (TuS Dangastermoor), Marlen Webersinke (Vareler TB), Peter Dorsch (TV Altjührden) sowie die Trainer der HSG Varel-Friesland.

Tschirner, Henk und Gründler sind sich sicher, dass eine Aufteilung der HSG in zwei Lager mit der SG Obenstrohe/Dangastermoor und SG VTB/Altjührden zur Folge haben würde, dass beide Seiten dann auch und gerade im Jugendbereich keine spielfähigen Mannschaften mehr stellen könnten. Ganze Altersklassen würden unwiederbringlich ausgelöscht, weil ein Trainingsbetrieb mit beispielsweise sechs oder sieben Kindern je Altersklasse als wenig sinnvoll erscheine.

„Diese Kinder wären dann für unseren Sport verloren. Das ist nicht akzeptabel. Wir wollen, dass alle weiter unter einem Dach spielen, die Mannschaften in ihrer aktuellen Zusammensetzung erhalten bleiben und dass jedes Kind, das in Varel Handball spielen möchte, auch eine passende Mannschaft findet“, schreiben Tschirner, Henk und Gründler. Sie glauben, dass ein Erhalt der Mannschaften in ihrer bisherigen Struktur auch im Sinne der Trainer sein sollte, die dann ihre gute und erfolgreiche Arbeit über die Saison hinaus fortsetzen könnten.

Hartmut Tschirner als möglicher Erster Vorsitzender, Andreas Henk als Zweiter Vorsitzender und Peter Gründler als Spielwart wollen antreten, um der HSG „ein neues Leben und eine echte Zukunft zu geben“. Die Drei sind sich sicher, aufgrund des Fortführungskonzepts kompetente Personen für die vakanten Positionen zu finden. Jeder wisse, dass die HSG neue Strukturen und ein neues Gesicht bräuchte sowie die Probleme der Vergangenheit aufgearbeitet werden müssten, schreibt das Dreiergespann in seinem Brief.

Um ergebnisoffene Lösungen zu finden, wollen Tschirner, Henk und Gründler Arbeitskreise ins Leben rufen. Angedacht sind unter anderem in den Bereichen „Sportkonzept“, „Breitensportentwicklung“ und „Finanzen“, für den bereits Kai Langer, Vorsitzender des Kreissportbundes Friesland, seine Mitarbeit zugesichert habe.

Jeder Sportkamerad, der sich in die Vereinsarbeit und in den Arbeitskreisen einbringen wolle, könne so die Zukunft des Handballs in Varel aktiv mitgestalten. Die Verantwortlichen der HSG Varel-Friesland UG, dem wirtschaftlichen Träger der 1. Herren-Mannschaft, hätten ebenfalls große Bereitschaft signalisiert, sich offener und besser einzubringen, heißt es weiter.

Tschirner, Henk und Gründler forderten alle Verantwortlichen des TuS Obenstrohe und des TuS Dangastermoor auf, ihre aktuell formulierten Pläne (die NWZ  berichtete) zurückzunehmen und das Streben nach einer geeinten HSG im Sinne des Handballsports in Varel zu unterstützen. Zugleich forderten die drei die Vorsitzenden und Verantwortlichen der vier Stammvereine auf, sich zeitnah von der Qualität ihrer Absichten zu überzeugen.

„Wir fordern alle Eltern handballspielender Kinder auf, sich geschlossen für den Fortbestand der HSG auszusprechen und sich ungeachtet der Mitgliedschaft in einem der Stammvereine nicht in verschiedene Lager auseinanderdividieren zu lassen“, schreiben Tschirner, Henk und Gründler. Sie betonen, dass ihre Pläne unter anderen von Marlen Webersinke, Erste Vorsitzende des Vareler TB, und von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner uneingeschränkt unterstützt würden.

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