Varel /Dangast Nach dem Grundsatzbeschluss des Rates zur Neuausrichtung der Kurverwaltung vor einem Jahr haben sich fünf Interessenten mit Ideen für die Kuranlage Deichhörn und die Bebauung der Sandkuhle gemeldet. Das berichtete Bürgermeister Gerd-Christian Wagner in der Sitzung des Betriebsausschusses Kurverwaltung Dangast. Damit wurden der Öffentlichkeit (siehe Bericht unten) die Skizzen vorgestellt, die schon in einer interfraktionellen Sitzung den Ratsmitgliedern präsentiert worden waren. „Es sind Ideen“, sagte Wagner. Erst müsse durch den Rat Planungsrecht geschaffen werden, bevor daraus konkrete Pläne würden.

Terminplan

Folgende Termine werden von der Verwaltung genannt: Ende Mai (wahrscheinlich Anfang Juni) Beschlussempfehlung im Betriebsausschuss zum Konzept Deichbau und Weltnaturerbe-Promenade sowie Standort Kurverwaltung;

Juni: Beschluss zur Aufstellung von Bebauungsplänen für Deichhörn und Sandkuhle; Beschluss zur Entwicklung der Kuranlage; Beantragung von Fördermitteln für Deichbau, Promenade und Weltnaturerbe-Portal.

Juli: Start Bebauungsplan Deichhörn; im August Zuschuss-Antrag Portal/Promenade; Beschluss zur Verwertung Deichhörn

Wagner stellte auch klar, dass ein Verkauf der Kuranlage und der Sandkuhle nur auf Basis eines Wertgutachtens geschehen könne. „Wir werden das Grundstück nicht unter wert verkaufen“, sagte Wagner. Bevor die fünf Ideenskizzen vorgestellt wurden, war schon mehr als eine Stunde Sitzungszeit vergangen. Zu Beginn hatten Bürger Fragen gestellt, unter anderem zu einer Bürgerbefragung. Das löste wiederum unter den Ratsmitglieder eine Debatte über die Bürgerbeteiligung aus, die von Bürgermeister Wagner und Vertretern der Mehrheitsgruppe als umfassend angesehen wird, von den Bürgern sowie Iko Chmielewski als unzureichend bezeichnet wurde.

Wortwechsel ergaben sich wiederholt zwischen Karl-Heinz Funke (ZV) sowie Bürgermeister Wagner, Jürgen Bruns (SPD) und Hergen Eilers (CDU). Und Kritik kam von Funke wegen des Terminplans zum weiteren Vorgehen: „Das ist ja offenbar alles entschieden“, sagte Funke und sprach damit etlichen Zuhörern aus der Seele.

Nach der Vorstellung der Ideen der fünf Interessenten ließen Bruns, Eilers, Rudi Böcker (BBV) und Djure Meinen (Grüne) erkennen, dass sie die Ideen für eine Neuausrichtung der Kurverwaltung für realisierbar halten. Funke konterte: „Ich habe fünfmal gesehen, wie es in Dangast nicht aussehen darf.“ Die Frage sei, ob das Dorf diese Bebauung vertrage. Darauf Meinen: „Ich ziehe den Schluss, dass eine ortsbildverträgliche Bebauung möglich ist.“ Wegen der fortgeschrittenen Stunde wurde die Vorstellung des Verkehrskonzeptes für Dangast vertagt.


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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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