Dangast Zu einer etwas anderen Wattwanderung hatte Pia Lamprecht vom Nationalpark-Haus in Dangast am Dienstag eingeladen. Dangast nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal an der Plastik-Aktionswoche teil. Deshalb fand der informative Spaziergang durch das Weltnaturerbe unter der Überschrift „Tiere und Plastik im Wattenmeer“ statt.

Natürlich entdeckten die Teilnehmer auch das Leben im Watt, aber der Schwerpunkt lag bei dem, was nicht ins Watt gehört. Immer wieder wurden Bonbonpapier, Strohhalme oder Kaffeebecher gefunden – alles Dinge, die nur ein einziges Mal benutzt wurden und dann im Watt landeten. Aber auch viele andere, teils schon zerkleinerte Plastikteile, die nichts im Meer zu suchen haben, finden sich im Wattenmeer. Ein weiteres Problem sind die vielen achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen.

Untersuchungen ergaben, dass 60 Prozent des Abfalls in den Meeren vom Land kommen, wovon 40 Prozent durch den küstennahen Tourismus entstehen. Aber auch die Fischerei mit ihren Netzen und die Schifffahrt an sich sorgen für Müll in den Meeren.

Wattführerin Pia Lamprecht wies auf das problematische Mikroplastik hin, das auch im Dangaster Watt zu finden ist und in die menschliche Nahrungskette gelangt: Würmer nehmen es bei der Nahrungsaufnahme auf, werden von Fischen gefressen und diese landen schließlich beim Menschen auf dem Teller.

Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer die Erläuterungen und während sich eine gerade ausgegrabene Muschel schnell wieder einbuddelte, wurden Müllthemen des Alltag und deren Vermeidung von den Teilnehmern besprochen. „Das Thema könnte man bei den normalen Führungen verstärkt ansprechen, um die Urlauber zu sensibilisieren“, meinte Pia Lamprecht.

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