Leben An Bord
Gedanken an die Liebste

Erkältet und ein bisschen Heimweh: Der Leitende Ingenieur leidet leise unter Deck von U96.

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Mittwoch, 12. November 1941 Auf der Koje liegend schreibe ich, bin zu faul, um mich an die Back zu setzen und will auch deshalb liegen bleiben, um gleich umso intensiver an meine Irm zu denken. Es ist jetzt 11 Uhr. Sicher ist die Gute noch auf topside Koje. Was sollte sie auch auf. Sorgen und Gedanken wird sie sich doch wohl nicht machen. Sind doch erst 2 ½ Wochen unterwegs.

Lesen Sie auch:Weitere Hintergrundartikel im „Das Boot“-Spezial von NWZonline.de

Haben noch 51 m³ (Treibstoff). Fahren 350 sm nordwärts. Den Geleitzug, auf den wir seit Tagen operieren, haben wir, d.h. der BdU (Befehlshaber der Unterseeboote), aufgegeben.

U 93 (ehem. Korth) jetzt Obltn. Elfe (Oberleutnant zur See), 36er, - Claasen ist auch nicht mehr darauf, er ist magenkrank - stand dicht bei NF Land (Neufundland). Meldet seine Beobachtungen. Mit 1 Maschine LF (Langsame Fahrt) bewegen wir uns voran.

Wie gestern, so ist es auch heute ziemlich kühl. Ergebnis: Kdt und ich sind erkältet, doch wir haben einen dicken Poller, fühlen uns nicht besonders gut und schlucken Chinin oder Antineuralgika. Mit 20m³ müssen wir Rückmarsch antreten. Haben also noch – für diese Fahrtstufe 15 Tage etwa Zeit. Hoffentlich sehen wir nun auch noch etwas!

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