DELMENHORST Gemütliche Sitzecken soll es geben und Platz für Ballspiele. Wasser darf im neuen Konzept auch nicht fehlen.

von Wolfgang Loest

Das Gymnasium an der Willmsstraße ist in den vergangenen Jahren mit großem Aufwand saniert und durch eine Mensa samt Veranstaltungs-Forum ergänzt worden. „Es fehlt nur noch ein einziger Baustein zu einem ansprechenden pädagogischen Raum“, sagt Direktor Burkhard Leimbach. Und dieser letzte Baustein ist ein Schulhof, der den Bedürfnissen der Schüler entspricht.

„Wir sind schon seit einiger Zeit mit den Verhältnissen im Außenbereich nicht mehr zufrieden“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Angelika Delker. Zusammen mit der Schülervertretung wurden Pläne für die Umgestaltung geschmiedet. Dann kam überraschend die Entscheidung für den Bau des Willms-Forums – und während der Bauphase war am Schulhof nichts zu machen.

Die Verzögerung wurde dazu genutzt, die Schülerfirma des Willms, axxi.de, mit einem Ideenwettbewerb zu beauftragen. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Die sechs eingereichten Beiträge in Form von Skizzen, Modellen, Detailzeichnungen und Lageplänen sind von einer Jury bewertet worden. Dabei wurde das Konzept von Frauke Günther aus der 7c mit 15 von 16 möglichen Punkten am höchsten bewertet. Den zweiten Platz belegt Hafsa Sadani aus der 8e mit 13 Punkten, Platz drei erreichte Katharina Busch aus der 9d mit zwölf Punkten.

„Wir haben nicht die Projekte anderer Schulen kopiert, sondern etwas Eigenständiges entwickelt“, freute sich Burkhard Leimbach am Dienstag bei der Siegerehrung auf dem alten Schulhof. Bei der Neugestaltung des Schulhofes sollen nun möglichst Elemente aller eingereichten Beiträge umgesetzt werden.

Frauke Günther hat in ihrem Entwurf u.a. eine Hollywood-Schaukel, eine Terrassenanlage für Unterricht direkt an der Delme und eine Kletterwand vorgesehen. Hafsa Sadani stellt sich ebenfalls Unterrichtsmöglichkeiten am Delme-Ufer vor unschlägt vor, so zahlreiche Obstbäume wie nur möglich auf dem Schulhof zu pflanzen, damit sich die Schüler ohne Geld gesund ernähren können. Die 14-Jährige hatte zudem eine Umfrage in die Wege geleitet, um eine Wunschliste der Mitschüler für die Umgestaltung aufstellen zu können. Danach soll es Möglichkeiten zum Spielen ebenso geben wie gemütliche Sitzecken. Und Wasser ist als Gestaltungselement in allen Klassenstufen sehr gefragt. Das Konzept soll in Abstimmung mit der Stadt umgesetzt werden, die dafür 8000 Euro zur Verfügung stellt. Weitere 5000 Euro kommen vom Förderverein des Gymnasiums.

„Die Schüler brennen darauf, den Spaten in die Hand zu nehmen“, sagt Delker. Und die Lehrer auch: Sie pflegen derzeit den Schulgarten – sogar während der Ferien.

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