WILHELMSHAVEN Der Backstage-Bereich des Pumpwerks: Zutritt nur für Künstler und Mitarbeiter! Eigentlich. Wenn die Musikinitiative Wilhelmshaven zur „Backstage-Party“ bittet, wird das Hinterzimmer selbst zur Bühne und für Publikum geöffnet.

Seit sieben Jahren ist die Veranstaltungsreihe im Pumpwerk monatlicher Programmpunkt und angelegt als Plattform für Nachwuchskünstler aus der Region. Am 15. Februar beginnt die nächste Runde. Mit dabei ist die Band „Julisturm“.

Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: 56 Veranstaltungen, 112 Formationen und Solisten – und rund 6300 Besucher in gut sieben Jahren. „Für eine solche Veranstaltung ist das eine ganze Menge“, sagt André Schulze von der Musikinitiative. Er freut sich besonders, dass die Backstage-Partys längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Das zeigt sich auch bei den Anfragen der Bands. Nicht nur Musikgruppen sind willkommen. Ballett, Kabarett und Comedy standen ebenfalls bereits auf dem Programm.

Auf ein strenges Auswahlverfahren verzichtet die Musikinitiative ganz bewusst. Zudem werden die Bands von der Musikinitiative an die Hand genommen, wenn es um Pressefotos und Ankündigungstexte geht. Auf der kleinen Bühne im Backstage-Bereich dürfen sie sich dann austoben und experimentieren.

„Eine Hörprobe wollen wir vorab nicht unbedingt haben und lassen uns gerne überraschen“, sagt Schulze. Und wenn nicht jeder Ton auf Anhieb sitzt, macht das überhaupt nichts. „Das macht gerade den Charme der Backstage-Partys aus.“

Vor allem soll die Backstage-Party ein Marktplatz für den Nachwuchs sein. Jugendhäuser und Freizeitzentren stellen zwar einiges auf die Beine, aber junge Künstler haben nicht immer die Möglichkeit, vor Publikum zu spielen. Oft sind die Macher der Backstage-Party aber vom Können der Künstler beeindruckt. „Da sind oft außergewöhnliche Talente dabei, die auch für die große Bühne geeignet wären“, sagt Reent Froehlich von der Wilhelmshaven Touristik- und Freizeit GmbH (WTF). So könne die Backstage-Party auch ein Sprungbrett sein. Dass die Veranstaltung parallel zur Party „Treff nach Sieben“ für Menschen mit und ohne Behinderungen läuft und im Sommer mit der Reihe „Mittwochs am Pumpwerk“ zusammenfällt, sei etwas ganz besonderes und führe unterschiedliche Menschen zusammen, so Froehlich.

Andreas Koût von der Musikinitiative und vom SOS-Hilfeverbund sieht die Reihe in der soziokulturellen Tradition des Pumpwerks und fühlt sich an die Gründerzeit des Hauses erinnert.

Noch eine Besonderheit: Um die Technik kümmert sich das U25-Qualifikationsteam der Musikinitiative und des Vereins SOS-Kinderdorf in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Wilhelmshaven. In dieser Maßnahme werden arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene mit vielschichtigen Problemen auf ein Berufsleben vorbereitet.

WTF, Stadtjugendpflege, Kulturamt der Stadt Wilhelmshaven und die Pumpwerk-Gastronomie unterstützen die Reihe. Ebenso die Oldenburgische Landschaft, der Verein Bürger für Wilhelmshaven und die Gerd-Möller-Stiftung der Sparkasse. „Ohne Unterstützer geht es nicht“, wissen die Organisatoren der Veranstaltung. Deshalb wünschen sie sich auch für die Zukunft viele Unterstützer.

@ Mehr Informationen unter http://www.kuenstlerplattform-whv.de

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