DORTMUND Nur noch ein Sieg trennt Timo Boll und seine Kollegen bei der Tischtennis-WM von einem möglichen Traumfinale gegen China. Das deutsche Europameister-Team schmetterte sich am Freitag durch ein souveränes 3:0 gegen den EM-Zweiten Schweden ins Dortmunder Halbfinale. Bronze ist damit schon sicher. Doch das ist nicht das Ziel von Bundestrainer Jörg Roßkopf und seinen Spielern. Gegen Mitfavorit Japan soll an diesem Sonnabend (13 Uhr) die vierte Endspiel-Teilnahme der DTTB-Männer nach 1969, 2004 und 2010 perfekt gemacht werden.

Der Tischtennis-Klassiker gegen Schweden hatte am drittletzten WM-Tag 9500 Fans in die Westfalenhalle gelockt. „Keine Experimente“, lautete das Motto von Roßkopf bei der Neuauflage des EM-Endspiels von 2011. Der frühere Doppel-Weltmeister nominierte in Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Patrick Baum exakt jenes Trio, das die Skandinavier um Altmeister Jörgen Persson (45) vorigen Oktober in Danzig mit 3:0 besiegt hatte. Der Schweden-Happen schmeckte erneut gut.

„Wir haben eine Chance von 20:80, ich genieße des Spiel“, sagte Persson vor dem ersten Aufschlag. Das Auftakteinzel gegen Ovtcharov war für den „alten Schweden“ kein großer Genuss. Europa-Top-12-Sieger Ovtcharov spielte seine ungeheure Aggressivität aus und setzte sich unter tosendem Beifall verdient mit 11:5, 13:11, 11:6 gegen seinen 22 Jahre älteren Gegner durch.

Mit dem 1:0 im Rücken hatte Europameister Boll relativ leichtes Spiel. Beim Vier-Satz-Sieg gegen Jens Lundqvist strauchelte der WM-Dritte nur im zweiten Durchgang. Der EM-Zweite Baum setzte in drei Sätzen gegen Pär Gerell den Schlusspunkt unter einen imponierenden Auftritt und den sechsten 3:0-Sieg im Turnier.

„Gegen Japan müssen wir dennoch eine Schippe drauf legen“, sagte Roßkopf. „Über ein erneutes 3:2 würden wir uns freuen. Wir brauchen die Unterstützung des Publikums“, erklärte Boll und erinnerte an den knappen Erfolg gegen Japan im Olympia-Halbfinale 2008.

Nippons Söhne zeigten in Dortmund beim 3:1 gegen Singapur ihre bisher beste Leistung, Bolls früherer Düsseldorfer Clubkollege Jun Mizutani spielte stark. Nippons Töchter verloren dagegen ein episches Viertelfinale nach vier Stunden mit 2:3 gegen Südkorea.

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