Auch wenn aufgrund der Corona-Situation die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr ausfallen müssen: Auf weihnachtlichen Lichterglanz wollen die Bundesbürger dennoch nicht verzichten. Und so sind nicht nur die Innenstädte adventlich illuminiert, auch widmen vielen ihrem Zuhause eine aufwendige Dekoration – jetzt erst recht, scheint das Signal zu sein.

So gaben in einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Klimaschutz-Unternehmens LichtBlick 78 Prozent der Befragten an, dass die stimmungsvolle Beleuchtung in Städten und Gemeinden für sie ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit ist, 2019 waren es 76 Prozent.

In den privaten Haushalten werden in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit rund 18,8 Milliarden Lämpchen erleuchten – das sind 1,8 Milliarden Lichtlein mehr als im Vorjahr und damit ein neuer Rekord.

„Angesichts der Corona-Pandemie ist es für viele Menschen unklar, ob sie Weihnachten wie gewohnt feiern können. Offenbar nimmt in dieser unsicheren Situation das Bedürfnis zu, das eigene Zuhause gemütlich zu gestalten“, so LichtBlick-Unternehmenssprecher Ralph Kampwirth.

Trend zur LED–Lichterkette hält an

Der Trend zum Einsatz sparsamer LED-Lichterketten setzt sich dabei weiter fort. Sie nutzen zwar deutlich mehr Lämpchen als herkömmliche Dekoration, verbrauchen aber erheblich weniger Strom. 80 Prozent der Befragten setzen ganz oder überwiegend auf LED-Lichterketten, das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Insgesamt kommen etwa 214 Millionen Lichterketten, blinkende Fensterbilder oder Leuchtbögen zum Einsatz, das sind im Schnitt mehr als fünf pro Haushalt.

„Weil insgesamt mehr geleuchtet wird, steigt trotz vermehrten Einsatzes sparsamer LED-Technik der Stromverbrauch zu Weihnachten gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 532 Millionen Kilowattstunden an. Das entspricht dem Jahresverbrauch einer mittleren Stadt mit 177.000 Haushalten. Die Kosten belaufen sich auf rund 168 Millionen Euro“, erklärt Ralph Kampwirth.

Weihnachten und Klimaschutz

Auch das Klima sollte zur Weihnachtszeit nicht außer Acht gelassen werden. Wird das festliche Licht in Haus oder Wohnung aus konventionellem Strom erzeugt, ist die CO2-Bilanz ernüchternd: 187.000 Tonnen CO2 entstehen durch die adventliche Beleuchtung. Das entspricht der Menge Klimagase, die mehr als neun Millionen Bäume im Jahr aufnehmen. „Dies ist eine unnötige Umweltbelastung. Durch den Umstieg auf Ökostrom könnte jeder seinen Haushalt festlich und klimaneutral erleuchten“, betont Ralph Kampwirth. djd

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