Huntlosen Für ein lebendiges und abwechslungsreiches Kulturprogramm steht der „Verein für Kunst und Kultur zu Huntlosen“ (KuK) schon seit 1997 in der Gemeinde Großenkneten. In ihm kommen kreative Menschen zusammen, die sich auch aktiv an der Programmgestaltung beteiligen oder den Verein unterstützen, in dem sie Mitglied werden und/oder mit Spenden die Arbeit unterstützen.

Wie sich das langsam ausklingende Corona-Jahr auf den Verein und das Programm auswirkte, das berichtet die Erste Vorsitzende Ilse Marianne Brose im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Ja, das Jahr 2020 begann eigentlich ganz normal mit Kinderkino und einem ersten Konzert im Januar. Das war ein Gitarrenkonzert mit Reentko Dirks, einem international anerkannten Gitarristen“, blickt die Vorsitzende zurück. „Unsere Erfahrungen sind gut, schon recht früh im Jahr ein Konzert anzubieten. Wenn die weihnachtliche Hektik verklungen ist, entwickeln die Menschen wieder Interesse an Musik und die Angebote sind noch nicht so reichhaltig.“

Konzerte aus der „Gitarren-Szene“ habe man schon viele veranstaltet, die immer gut angenommen worden seien. „Unter unseren Mitgliedern sind einige ausgesprochene Gitarren-Freunde, und es kommen auch gezielt Gäste zu diesen Konzerten.“

Natürlich werden aber auch die Kontraste im Programm gesucht und gefunden. Anfang März stand „Poetry Slam“ auf dem Terminkalender. „Leider war Annika Blanke krank geworden, doch die beiden Wortakrobaten Sven Ludewig und Link van Johnsson unterhielten das Publikum aufs beste.“ Gute Stimmung im „Ofenraum“ im Seminarhaus Huntlosen-Hosüne, der dem Verein von der Firma Kornkraft für die kulturelle Arbeit zur Verfügung gestellt wird, war damit angesagt.

„Dann kam der große Einschnitt mit der Corona-Pandemie, und wir mussten unseren Konzertbetrieb erst einmal einstellen. Das Kinderkino konnte auch nicht mehr stattfinden. Das sollte dann auch im ganzen Jahr 2020 so bleiben, weil die Größe der Räumlichkeiten nicht ausreichte, um die vorgeschriebenen Bedingungen einzuhalten“, erinnert sich Ilse Marianne Brose an den ersten Lockdown zurück.

Doch untätig wollte der KuK-Vorstand nicht bleiben. „Wir wollten auch Zeichen setzen, dass das Leben weitergeht.“ So versuchte der Verein die Radtour „Zeitreise durch Huntlosen“ mit Jens Illgen und Dirk Faß durchzuführen. Das sei nicht so einfach gewesen. Rahmenbedingungen mussten genau geklärt werden und mit dem Ordnungsamt in Wildeshausen abgesprochen werden. „Schließlich half uns die Unterstützung durch die LEB, die eine anerkannte Bildungseinrichtung ist. Im Rahmen der Bildungsveranstaltung konnten die die Teilnehmer dann doch losradeln.“ Die „Zeitreise“ fand soviel Zuspruch, dass sie jetzt noch einmal wiederholt wurde.

Auch die Konzerte kamen wieder in Gang: Am 15. Juli gastierte bei schönstem Wetter das „Don Mendo Cuarteto“ auf der Wiese vor dem Seminarhaus Hosüne. „Schön, dass wir das mal wieder machen durften, haben wir gedacht.“

Eine weitere gute Nachricht erhielt der Verein von der Firma Kornkraft , die einen größeren Raum, den „Saal“ im Seminarhaus, zur Verfügung stellte. „Damit waren Konzerte unter Corona-Bedingungen durchführbar. Dort können 35 Gäste im vorgeschriebenen Abstand sitzen. Es kam der unvergleichliche Klaviervirtuose Holger Mantey und es kamen zwei agile Damen, die als „A-Quadrat“ ein Feuerwerk an Percussion und Gags losließen“, blickt die Vorsitzende zurück. Der Wermutstropfen: „So etwas ist toll, doch für den Verein wegen der geringen Zahl an Gästen immer ein Zuschussgeschäft. Da sind wir froh, dass wir von den Mitgliedern und von Sponsoren unterstützt werden.“

Wie wird es weitergehen? „Niemand weiß es. Wir haben einen engen Draht zu den Künstlern und wissen, wie dringend sie Auftrittsmöglichkeiten benötigen. Wir sind bereit, verantwortungsvoll kulturelle Veranstaltungen zu organisieren. Und wir hören immer wieder, wie dankbar Menschen sind, wenn sie kulturelle Angebote wahrnehmen können. Die Hoffnung bleibt bis zuletzt, im neuen Jahr wieder mit etwas Normalität rechnen zu dürfen….“.

Hoffnung besteht auch, dass noch mehr Mitglieder den Verein unterstützen und so auch im kommenden Jahr wieder ein Programm auf die Beine stellen zu können.

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