Brake „Wir haben uns schon während der Vorbereitungen darüber gewundert, wie reibungslos eigentlich alles läuft“, erinnert sich Annika Thiele schmunzelnd, während die zehn Monate alte Ella vergnügt dazu jauchzt. Klar, die 28-Jährige und der 30-jährige Bräutigam hatten in punkto Heiraten zum Glück schon einige Erfahrungen auf anderen Hochzeiten gemacht, Annika sogar als Trauzeugin. „Da wussten wir bereits, worauf wir achten müssen. Richtig begeistert war ich da bereits von einer Location in Rastede. Das Residenzhotel Zum Zollhaus sollte es deshalb auch für unsere Hochzeit sein.“

Save the Date

„Wir haben uns gleich um das Lokal zum anschließenden Feiern gekümmert. Gleiches gilt für den DJ und den Fotografen“, erzählt die Brakerin. „Und das war auch gut so, obwohl ich erst nicht glauben wollte, dass man diese Dinge so früh buchen muss.“ Das lag allerdings auch an dem Wunschtermin für den großen Tag: der 9. September 2016, der zehnte Jahrestag des jungen Paares. „Gerade beim Fotografen sollte man sich rechtzeitig kümmern, denn die wirklichen Hochzeitsprofis sind oft schon sehr früh ausgebucht. Sicher kann man die Bilder mit der Familie und dem schönen Kleid auch im Nachhinein noch machen, aber diese Momente in der Kirche und auf dem Standesamt – die gibt es eben nur einmal und sie sollten auch genau dann gut festgehalten werden.“

Und dann kam Ella

Riesengroß war die Freude nach Martins Antrag vor eineinhalb Jahren, nur vier Wochen später kündigte sich dann auch noch die kleine Ella an. „Da waren wir uns zunächst nicht mehr ganz so sicher, ob wir unseren Wunschtermin einhalten können“, meint Martin, der zu dem Zeitpunkt noch nicht mit dem enormen Einsatz der gesamten Familie gerechnet hatte. „Letztendlich haben alle mitgeholfen. Da wussten wir, wir wuppen das“, freut sich auch Annika. Insbesondere wenn es darum ging, sich um den niedlichen Nachwuchs zu kümmern, war immer jemand zur Stelle. „Anders hätten wir es wohl auch nicht geschafft. Gerade wenn Termine anstanden oder wir selbst etwas gemacht haben, beispielsweise die Einladungskarten, konnten wir sie immer jemandem in den Arm geben – und ihr hat’s gefallen.“

Ein roter Faden

Als gelernte Mediengestalterin ist Annika natürlich sehr gerne kreativ und hat dementsprechend viel zur Vorbereitung beigetragen. „Die Einladungskarten wurden selbst mit Birkenrinde und innenliegendem Transparentpapier gestaltet.“ Verschickt wurden über hundert Karten, letztendlich feierte das Paar mit 105 Gästen.

Überhaupt wurde die gesamte Veranstaltung recht rustikal gehalten, so dass die Details miteinander harmonierten. Zum einen die Einladung, dann der passende Tischschmuck mit kleinen Birkenstümpfen als Kerzenständer. „Es ging schon so ein bisschen in die Richtung Shabby Chic oder Vintage. Ideen gibt es ja reichlich, auch im Internet.“

Stilecht ging es dann auch mit dem schwarzen Beatle Cabrio einer Tante zum Standesamt nach Brake und zur Kirche in Golzwarden – mit dem Schwager als Chauffeur. „Eine Riesenüberraschung war eine selbst gemachte Hochzeits-CD mit vielen romantischen Liedern, die wir während der Fahrt gehört haben“, erinnern sich Annika und Martin.

Geschafft!

Dass die Sitzordnung, die Menükarte und das Programm für die Kirche erst im letzten Moment entschieden wurden, störte die beiden kaum. „Dann schon eher meine Mutter, die glaubte, dass wir es doch nicht rechtzeitig schaffen.“ Doch auch Annika selbst bekam es ein wenig mit der Angst zu tun, als Martin sich erst drei Wochen vor dem großen Tag auf den Weg machte, um sich um das entsprechende Outfit zu kümmern. „Glücklicherweise war er dann tatsächlich nach ein paar Stunden fertig – und es sah super aus!“ Sie selbst war übrigens bereits ein halbes Jahr zuvor mit einem kleinen Kreis an Beraterinnen ins Brautmodengeschäft gegangen. „Das hat dann doch etwas länger gedauert, weil es so viele unterschiedliche Meinungen gab. Zum Glück habe ich mich gleich zu Anfang in traumhaft schönes Kleid verliebt – und das ist es dann auch geworden.“

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