Oldenburg /Mainz „Kommen Sie näher, wir freuen uns auf Sie!“ So begrüßt der neue Intendant des Mainzer Staatstheaters die Zuschauer im Heft seiner ersten Spielzeit. Markus Müller (41) will das Theater näher zu den Mainzern bringen und die Mainzer näher ans Theater.

Der gebürtige Allgäuer war zuletzt Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters. Nun kommt er aus dem Norden in die Mitte Deutschlands und folgt Matthias Fontheim. Die gesellschaftliche Mitte soll das Theater für Mainz und Rheinhessen aus Sicht von Müller werden. „Das Haus steht ja physisch mitten in der Stadt. Wir möchten erreichen, dass das wirklich gelebte Stadtmitte ist“, sagt er.

Das Theater ist für ihn nicht nur Unterhaltung, es ist mehr: „Theater ist eigentlich einer der letzten Orte, an dem man im geschützten Raum ganz weg von jeder Marktorientierung wirklich Dingen auf den Grund gehen kann“, sagt Müller. „Wir können jetzt nicht die Welt verändern, aber dass es die Persönlichkeit doch weiterbringt, sich mit anderen gemeinsam auseinanderzusetzen, das ist das Ziel für das Haus.“

Das neue Signet des Staatstheaters Mainz ist ein schwarzer Stern. Warum? „Erstens hat der Stern ja fünf Spitzen für die fünf Sparten, wo wir natürlich in jeder Sparte möglichst Spitze werden möchten“, sagt der neue Intendant und Geschäftsführer. Die fünf Sparten - das sind Oper, Schauspiel, Tanz, Kinder- und Jugendtheater sowie Konzert.

Die Zuschauer werden unter den Schauspielern und Tänzern nur einige wiedererkennen. Viele neue Gesichter sind dabei. Müller bringt auch einen Teil seines Teams aus Oldenburg mit. Seine Chefdramaturgin Oper, Ina Karr, ist in Mainz dabei, auch der Chefdramaturg Schauspiel, Jörg Vorhaben, und Tanzdirektor Honne Dohrmann.

Der Vorhang für die Spielzeit 2014/2015 öffnet sich am 2. Oktober im Großen Haus am Gutenbergplatz mit der Premiere von Henry Purcells „The Fairy Queen“. Alle Kräfte des Theaters will Müller dabei bündeln. Schon am 13. September meldet sich die Oper nach der Sommerpause mit einer Gala zurück. Für den neuen Theaterchef ist die Mischung des Angebots wichtig - Altes und Neues. Und vor allem: „Wir versuchen zu gucken: Was sind die Themen, die Stoffe, die vor Ort Relevanz haben.“ So findet sich neben Klassikern wie „La Traviata“ von Giuseppe Verdi oder Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ auch der „Schinderhannes“ vom Rheinhessen Carl Zuckmayer und „Kopflohn“ von der Mainzerin Anna Seghers.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.