CINCINNATI /MONTR Ein neues Königspaar regiert bald die Tennis-Welt: Rafael Nadal und Jelena Jankovic haben auch ohne Turniersieg den Sprung auf den Thron geschafft. Nadal wird durch seinen Halbfinal-Einzug beim Masters-Turnier in Cincinnati den Schweizer Roger Federer nach viereinhalb Jahren als Nummer eins ablösen. Der Spanier muss nach dem Verpassen des Endspiels aber bis zum 18. August auf die offizielle Krönung warten. Die Serbin Jankovic wird trotz ihres Viertelfinal-Aus’ beim WTA-Turnier in Montreal am 11. August ihre Landsfrau Ana Ivanovic überholen, die sich nach ihrem French-Open-Triumph nur neun Wochen an der Spitze behaupten konnte.

Dass Nadal bereits der Gejagte ist, ließ ihn Serbiens große Männer-Hoffnung spüren. Australian-Open-Sieger Novak Djokovic stoppte am Sonnabend (Ortszeit) mit 6:1, 7:5 Nadals persönliche Rekordserie von 32 Siegen in Folge.

Nadal hatte am Freitag im Viertelfinale mit 7:6 (7:3), 6:1 über Nicolas Lapentti aus Ecuador nach drei Jahren als Nummer zwei schon sein großes Ziel erreicht. „Ich bin sehr glücklich, denn die Nummer eins ist ein Geschenk für die viele Arbeit in der Vergangenheit“, sagte Nadal, „andererseits will ich oben bleiben. Mein Ziel ist, bei den Olympischen Spielen und den US Open weiterzumachen.“ Die Regentschaft Federers, der seit dem 2. Februar 2004 oben steht, endet aber erst in Peking. Nur mit einem Turniersieg hätte sich Nadal bereits an diesem Montag vorbeigeschoben.

Nach der Niederlage gegen Djokovic, die erste für Nadal seit dem 7. Mai, erinnerte der Sieger der French Open und von Wimbledon artig daran, dass er den Spitzenplatz noch nicht innehat. „Er will auch die Nummer eins werden, oder?“, sagte Nadal über Djokovic, der während der Partie nach eigenen Worten nicht an die Siegesserie seines Gegners und dessen Sprung auf den Thron gedacht hat. „Niemand ist unschlagbar. Aber so wie er gespielt hat, dachten wir alle, er würde sobald nicht verlieren“, sagte Djokovic, der schnell 5:0 führte und verkündete: „Ich weiß, wie man ihn auf Hartplätzen schlägt.“ Doch eine Woche nach seinem Turniersieg in Toronto zeigte sich Kraftpaket Nadal zufrieden mit seinem Abschneiden in Nordamerika, wo er stark wie nie zuvor auftrumpfte.

Als zweite Serbin nach Ivanovic und insgesamt 18. Spielerin wird Jankovic in der Weltrangliste vorn stehen. „Seit ich ein junges Mädchen war, war es ein Traum von mir, die Nummer eins zu werden. Wenn man älter wird, kann man eines Tages zumindest sagen, Nummer eins gewesen zu sein und niemand kann es einem wegnehmen“, sagte die 23-Jährige, der noch ein großer Titel fehlt.

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