New York Mit 14 deutschen Tennisprofis starten am Montag die US Open in New York. Acht Herren und sechs Damen stehen nach Abschluss der Qualifikation im Hauptfeld des vierten und letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres. Peter Gojowczik (München), Andreas Beck (Stuttgart) und Matthias Bachinger (Dachau) meisterten am Freitag (Ortszeit) die Qualifikation erfolgreich. Alexander Zverev (Hamburg) und Philipp Petzschner (Bayreuth) dagegen scheiterten.

Von den deutschen Qualifikantinnen schaffte keine den Sprung in das 128 Spielerinnen umfassende Tableau. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf der an Nummer sechs gesetzten Angelique Kerber (Kiel), der wiedererstarkten Andrea Petkovic (Darmstadt) und der letztjährigen Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin).

Die 24-Jährige wurde drei Tage vor Turnierbeginn für ihren Aufschlag-Weltrekord ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Die Nummer 26 der Setzliste erhielt in New York das offizielle Zertifikat für den „schnellsten Aufschlag im Frauen-Tennis“. Lisicki gelang Ende Juli in Stanford während ihrer Erstrunden-Niederlage gegen die Serbin Ana Ivanovic ein Service mit 131 Meilen pro Stunde, das sind umgerechnet 210,8 Stundenkilometer. Nach Angaben der Frauen-Tour WTA wurde offiziell noch kein schnellerer Aufschlag gemessen.

„Es ist eine Ehre für mich“, erklärte Lisicki. „Ich habe schon als Kind hart an meinem Aufschlag gearbeitet. Ich sehe ihn als eine meiner stärksten Waffen“. Sie trifft zum Auftakt auf Francoise Abanda (Kanada), Kerber auf Xenia Perwak (Russland) und Petkovic auf Ons Jabeur (Tunesien) - allesamt Qualifikantinnen.

Schwerer wird es dagegen für Julia Görges (Bad Oldesloe) gegen Flavia Pennetta (Italien), Annika Beck (Bonn) gegen Sloane Stephens (USA) und Mona Barthel (Neumünster) gegen Zhang Shuai (China).

Bei den Herren bekommt es der an Nummer 22 gesetzte Philipp Kohlschreiber (Augsburg) mit Facundo Bagnis aus Argentinien zu tun. Benjamin Becker (Mettlach) spielt in einem deutschen Erstrunden-Duell gegen Gojowczik. Beck tritt gegen den Spanier Pablo Carreno Busta an, Bachinger misst sich mit dem tschechischen Routinier Radek Stepanek.

Jan-Lennard Struff (Warstein) spielt gegen Michail Kukuschkin aus Kasachstan, Tobias Kamke (Lübeck) gegen den Australier Matthew Ebden und Dustin Brown (Winsen/Aller) gegen Ebdens Landsmann Bernard Tomic.

Bundestrainer Carsten Arriens traut vor allem dem 24 Jahren alten Struff eine Überraschung zu. „Er hat absolut die Qualität, ein richtig guter Spieler zu werden, ist auch schon auf einem guten Weg dorthin - nur muss er es jetzt auch noch öfter abrufen“, sagte der Davis-Cup-Teamchef www.ran.de. „Jan hat etwas Außergewöhnliches in seinem Spiel und ist in New York vielleicht für die eine oder andere Überraschung gut. Ich würde mich jedenfalls riesig darüber freuen, da ich mal Spieler bräuchte, die nach oben hin ausschlagen.“

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