Hamburg (dpa) - Hat der IS in Hamburg zugeschlagen? Eine Botschaft, wonach ein "Soldat" der Terroristen am 16. Oktober zwei Menschen angegriffen haben soll, wirft viele Fragen auf.

Fest steht: Islamisten haben auch Deutschland im Visier. Tatsächliche und vereitelte Anschläge in den vergangenen Jahren:

9./10. Oktober 2016: Der Syrer Dschaber al-Bakr wird in Sachsen festgenommen. Er soll einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben. Der 22-Jährige erhängt sich in seiner Zelle.

September 2016: In Schleswig-Holstein nehmen Sicherheitskräfte drei Syrer wegen Terrorverdachts fest. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern vor, im Auftrag des IS nach Deutschland gekommen zu sein.

Juli 2016: In Ansbach (Bayern) sprengt sich ein 27-Jähriger auf einem Platz vor einem Musikfestival in die Luft, 15 Menschen werden verletzt. Der IS beansprucht den Anschlag für sich.

Juli 2016: Ein bewaffneter Jugendlicher verletzt fünf Menschen in einer Regionalbahn bei Würzburg. Polizisten erschießen den Attentäter, der sich in einem Video als Kämpfer des IS bezeichnete. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und gab sich als Afghane aus.

Juni 2016: Festnahme von drei mutmaßlichen IS-Anhängern in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg. Sie sollen einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben.

Februar 2016: Bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof Hannover verletzt eine damals 15-Jährige Deutsch-Marokkanerin einen Bundespolizisten lebensgefährlich mit einem Messer. Für Ermittler ist dies die erste vom IS in Deutschland in Auftrag gegebene Terrortat.

März 2011: Ein junger Kosovo-Albaner erschießt auf dem Flughafen Frankfurt/Main zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer. Der Mann gilt als extremistischer Einzeltäter.

September 2007: Die islamistische Sauerland-Gruppe wird gefasst. Die vier Mitglieder werden wegen geplanter Terroranschläge auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland zu bis zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Juli 2006: Im Kölner Hauptbahnhof platzieren zwei Männer in Koffern versteckte Sprengsätze in Regionalzügen. Die Zeitzünder-Bomben explodieren jedoch nicht.

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