Karlsruhe/Berlin (dpa) - Deutschland ist im Visier von islamistischen Terroristen. Einige geplante Anschläge konnten vermutlich frühzeitig gestoppt werden. Festnahmen von mutmaßlichen Anhängern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aus der jüngsten Zeit:

Oktober 2016: Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen 19-jährigen Syrer, der bereits seit März in Untersuchungshaft sitzt. Er steht in Verdacht, Anschlagziele für den IS in Berlin ausgekundschaftet zu haben. Der Mann, der als Asylsuchender in Brandenburg lebte, war wegen seiner mutmaßlichen IS-Mitgliedschaft festgenommen worden.

Oktober 2016: Der Syrer Dschaber al-Bakr wird in Sachsen festgenommen. Er soll einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben. Der 22-Jährige erhängt sich in seiner Zelle, ein mutmaßlicher Komplize ist in Untersuchungshaft.

September 2016: In Schleswig-Holstein nehmen Sicherheitskräfte drei Syrer wegen Terrorverdachts fest. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern vor, im Auftrag des IS nach Deutschland gekommen zu sein.

September 2016: Ein 16-jähriger Flüchtling aus Syrien wird in Köln festgenommen. Er soll einen Sprengstoffanschlag geplant und von einem Chatpartner im Ausland Anleitungen zum Bombenbau erhalten haben.

August 2016: Unter dem Vorwurf vorbereitender Absprachen zu einer Sprengstoffexplosion werden gegen einen 27-jährigen mutmaßlichen IS-Sympathisanten aus Eisenhüttenstadt (Brandenburg) und einen mutmaßlichen Komplizen Haftbefehle erlassen.

Juni 2016: Festnahme von drei mutmaßlichen IS-Anhängern in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg. Sie sollen einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben.

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