Berlin Hunde können Schäden in Millionenhöhe verursachen und sollten für diesen Fall dringend abgesichert sein. Denn anders als Katzen und Kleintiere sind sie nicht über die Privathaftpflicht ihrer Besitzer mitversichert, so Stiftung Warentest.

105 Tarife von Hundehaft­pflicht­versicherungen hat Stiftung Warentest anhand von zwei Modell­hunden untersucht: einer größeren Labrador-Hündin und einem kleineren, wilderen Jack Russell Terrier. In Niedersachsen ist eine Hundehaftpflicht gesetzlich ebenso vorgeschrieben wie in Berlin, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.  

Versicherungsumfang

Wer eine Hundehaftpflichtabschließen möchte, sollte das Kleingedruckte gründlich lesen und auf diese sieben Punkte achten:

 Versicherungssumme: Die Schäden können sehr teuer werden. Die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden sollte mindestens 10 Mio. Euro betragen.
 Regelverstöße: Hundehalter müssen sich an Regeln halten. Verstößt jemand unwissentlich gegen Pflichten wie Leinen- oder Maulkorbpflicht, sollte die Versicherung trotzdem zahlen.
 Mietwohnung: Der Versicherungsschutz sollte auch Schäden in der eigenen Mietwohnung abdecken – zumindest bis zu einer Höhe von 500 000 Euro. Ausgeschlossen bleiben in der Regel Verschleißschäden, also zum Beispiel von den Hundekrallen zerkratzter Parkettboden.
 Hundesitten: Besitzer haften für Schäden ihrer Hunde auch, wenn Freunde gerade auf den Hund aufpassen. Die Versicherung sollte deshalb auch Tierhüter einschließen.
Reisen: Ist der Hund mit auf Reisen, sollte er auch hier abgesichert sein. Ein guter Richtwert ist laut Stiftung Warentest, wenn er für mindestens drei Jahre in der Europäischen Union und mindestens ein Jahr weltweit versichert ist.
 Nachwuchs: Auch die Eventualität des ungewollten Nachwuchses sollten Halter bedenken: Schäden durch ungewollte Deckakte sollten inklusive sein.
 Welpenschutz: Kommt es gewollt oder ungewollt zu einem Wurf sollten die Welpen einer Hündin mindestens für sechs Monate mitversichert sein, solange sie noch im Haushalt leben.  

Hunderassen

Nicht jede Hundehalter­haft­­pflicht­versicherung passt zu jedem Hund. Einige Versicherer schließen bestimmte Kampf­hunde­rassen aus oder machen die Höhe des Versicherungs­beitrags von der Hunderasse abhängig.

Spitzenreiter

  Güns­tige Tarife: Die güns­tigste Versicherung mit Finanztest-Grund­schutz für einen Labrador hat Schwarz­wälder (10 Mio.) für 48 Euro jähr­lich. Für einen Jack Russell Terrier liegt Adam Riese (XL) mit 46 Euro pro Jahr vorn.

  Extra­schutz: Wer über den Grund­schutz hinaus eine Forderungs­ausfall­deckung abschließen will, bekommt für beide Modell­hunde den güns­tigsten Tarif von Schwarz­wälder (10 Mio.) für 48 Euro jähr­lich. Tarife, die Personenschäden des einge­tragenen Lebens- oder Ehepart­ners einschließen, gibt es für einen Labrador ab 68 Euro im Jahr (Coya) und für einen Jack-Russel-Terrier ab 62 Euro jähr­lich (Alte Leipziger – Classic).

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