Berlin Im Test treten 18 smarte Lautsprecher von 49 bis 330 Euro an. Sie nutzen die Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant oder Apple Siri. Die Prüfungen der Stiftung Warentest zeigen Unterschiede in Sprachbedienung, Funktionsumfang und Ton. Alle haben Mängel beim Datenschutz („test“, 4/19).

In Gestalt intelligenter Lautsprecher erobern Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant und Siri Herzen und Haushalte. Auf Zuruf spielen sie Musik und Nachrichten, beantworten Fragen zum Wetter oder steuern das Smart Home. Neben Amazon Echo, Apple HomePod und Google Home sind auch Geräte von Drittanbietern wie JBL, LG und Sonos vertreten. Sie nutzen die Assistenten-Systeme von Amazon und Google.

Bei der Sprachausgabe hat Amazons System immer noch einen Vorsprung: Alexa klingt natürlicher als Google Assistant und Siri. Allerdings zeigen die verschiedenen Alexa-Boxen im Smart-Speaker-Test der Stiftung Warentest erstaunliche Unterschiede bei der Spracherkennung: Die klappt nicht bei allen zuverlässig. Der Google Assistant funktioniert dagegen auf allen Geräten ähnlich gut.

Auch beim Funktionsumfang geben die Lautsprecher mit Google Assistant ein einheitlicheres Bild ab als die mit Alexa. So unterstützen nicht alle Alexa-Boxen die Streaming-Dienste Deezer und Spotify. Und nur Amazons eigene Echo-Boxen können untereinander auch telefonieren.

Grundlegende Smart-Home-Anwendungen wie das Steuern von vernetzten Lampen beherrschen alle smarten Lautsprecher im Test. Amazons Echo Plus hat zusätzlich eine Smart-Home-Zentrale eingebaut.

Beim Klang der kleinen Lautsprecher reichen die Noten von sehr gut bis ausreichend. Insgesamt ist man mit dem Marktführer am besten bedient: Amazon Echo Plus für 150 Euro und Amazon Echo für 100 Euro liefern die beste Sprachbedienung. Den besten Klang liefert Sonos One.

Besonders mit Blick auf die Privatsphäre stehen Smart Speaker in der Kritik. Denn je intensiver ein Nutzer mit Sprachassistenten interagiert, umso mehr verrät er deren Anbietern über sich: Musikgeschmack, politische Interessen, Lebensrhythmus, aber auch biometrische Informationen, die die Stimme transportiert.

Darum hat die Stiftung Warentest auch das Datensendeverhalten und die Datenschutzerklärung geprüft. Das Ergebnis ist wenig vertrauenerweckend: Die Anbieter der drei Sprachassistentensysteme, Amazon, Apple und Google, setzen in ihren Datenschutzerklärungen grundlegende Prinzipien des strengen europäischen Datenschutzrechts nicht angemessen um.

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