Berlin Veggie-Aufschnitt sieht oft aus wie Salami oder Lyoner. Zum Teil schmeckt er auch so, obwohl Ei, Tofu oder Seitan das Fleisch ersetzen. Die Stiftung Warentest hat 20 vegane und vegetarische Produkte geprüft. Es lohnt sich, einige aufs Brot zu legen, berichtet die Zeitschrift „test“ (3/19).

Veggie-Aufschnitt ist eine relativ junge Produktgruppe. Erst seit Ende 2014 führen ihn normale Supermärkte und Discounter im Standardsortiment. Viele Scheiben erinnern an Salami oder Lyoner. Die Rezepturen sind vielfältig – mal basieren sie auf Ei, mal auf Soja oder Weizen. Damit das Ganze nicht zu trocken wird, kommt immer Fett dazu, oft Raps- oder Kokosöl. Für Schnittfestigkeit sorgen meist Verdickungsmittel und weitere Zusatzstoffe.

Im Test waren 13 vegetarische und 7 vegane Produkte, die an Lyoner oder Mortadella erinnern. Darunter ist Aufschnitt vom Marktführer Rügenwalder Mühle aus Bad Zwischenahn, von Bioanbietern und Discountern.

Die Tester haben die Scheiben auf Schadstoffe, Keime und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) geprüft. Auch bewertet wurden Geschmack, ernährungsphysiologische Qualität sowie die Kennzeichnung.

Etliche Produkte schneiden gut ab. Bester Aufschnitt im Test ist Rügenwalder Mühle Vegetarischer Schinkenspicker (1,66 Euro je 100 Gramm), gefolgt von Alnatura Veggie Aufschnitt Paprika (1,99 Euro), Kaufland Take it Veggie (1,11 Euro), Taifun (2,15 Euro) und Vevia (2,24 Euro). Vom Typ Salami sind nur zwei gut: Rügenwalder Mühle Vegetarische Mühlensalami klassisch (1,68 Euro) und Heirler wie Salami vegan (2,39 Euro). Im Schnitt warten sie mit deutlich weniger Fett auf als klassische Lyoner und Salami mit Fleisch.

Zwei Veggie-Produkte fallen durch. In der vegetarischen Mortadella von Wiesenhof wiesen die Tester Listerien nach. Die Krankheitserreger können für Immunschwache und Ungeborene lebensgefährlich sein. In der veganen Salami von Veggy Friends analysierte die Stiftung Warentest eine erhöhte Anzahl an Milchsäurebakterien und eines Verderbniskeims. Die Bakterien hatten die Scheiben schon verdorben.

Klassische Kunden von Veggie-Aufschnitt sind Vegetarier und Veganer, die partout kein Fleisch essen, sowie Flexitarier, die phasenweise darauf verzichten. Der Fleischkonsum sinkt tendenziell in Deutschland. Laut aktuellem Ernährungsreport haben im vergangenen Jahr nur noch 28 Prozent der Bundesbürger täglich Fleisch verzehrt, zwei Jahre zuvor waren es noch 34 Prozent. Neuerdings regeln die Leitsätze für vegane und vegetarische Produkte die Kennzeichnung. Veggies, die Fleischspezialitäten wie Salami ähneln, sollen „wie Salami“ oder „Typ Salami“ heißen.

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