Berlin Es soll die schönste Zeit des Jahres sein – doch Fieber, Schnupfen oder Durch­fall können den Urlaub vermiesen. Reisende, die auf solche Notfälle vorbereitet sind, können sich am Urlaubs­ort viel Zeit und Ärger ersparen. Die Experten von Stiftung Warentest geben Tipps, was in die Reiseapotheke gehört:  

Immer Dabei

Typische Reisebeschwerden lassen sich preiswert mit rezeptfreien Mitteln lindern, lautet der Tipp der Stiftung Warentest. Nasenspray, Produkte zur Wundversorgung sowie Schmerz- und Fiebermittel gehören auf jedem Trip in die Reiseapotheke. Denn werden Urlauber krank, ziehen sie sich meistens eine Erkältung oder eine kleine Verletzung zu. Das ermittelte die DAK für den Urlaubsreport 2021. Paracetamol und Ibuprofen eignen sich zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber – für Kinder als Zäpfchen oder Saft. Günstige Nasensprays gibt es mit den Wirkstoffen Xylometatzolin und Oxymetazolin. 

Wundversorgung

Für die Wundversorgungen sollten im Gepäck sicherheitshalber ein Desinfektionsmittel (Wirkstoff: Povidon-Jod oder Octenidin und Phenoxyethanol), Heft- und Rollenpflaster, Mullbinden, elastische Binden, sterile Wundkompressen und Einmalhandschuhe sein. Außerdem eine kleine Schere, eine Pinzette für Splitter und Zecken und ein Fieberthermometer.  

Je nach Ziel

Je nach Reiseziel und geplanter Aktivität sollten Mittel gegen Durchfall, Übelkeit sowie zum Schutz vor Insekten an Bord sein. Bei Übelkeit hilft Erwachsenen der Wirkstoff Diphenhydramin. Der Wirkstoff Dimenhydrinat, den diverse „Reisetabletten“ enthalten, ist nur eingeschränkt bei Übelkeit und Erbrechen geeignet. Bei Kindern sollten beide Mittel zurückhaltend eingesetzt werden. Bei Durchfall beruhigt der Wirkstoff Loperamid den Darm. Elektrolytmischungen eignen sich, um verlorene Flüssigkeit und Nährstoffe zu ersetzen.

Warentest-Tipps

  Hitze meiden: Falsch aufbewahrt, können Arzneimittel ihre Wirksamkeit verlieren. Deshalb: Nicht in die pralle Sonne legen, nicht im Auto lassen, und bei kühlpflichtigen Mitteln an eine Kühltasche denken.

  Tabletten bevorzugen: Zäpfchen können in warmen Ländern bei hohen Temperaturen schmelzen. Besser geeignet sind Tabletten – bei Kindern auch Säfte.

  Körpernah aufbewahren: Lebenswichtige Arzneien stets bei sich tragen, denn das Gepäck könnte beim Transport verloren gehen.

  Fluglinien kontaktieren: Für Medikamente im Handgepäck könnte die Flughafenkontrolle ein ärztliches Schreiben verlangen: Rechtzeitig nachfragen!

  An Atteste denken: Wer Betäubungsmittel wei Morphin mit ins Ausland nimmt, braucht immer ein ärztliches Attest.

NWZonline.de/gesundheit
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