Berlin Vollmundig bewirbt Schlaraffia die Taschenfederkernmatratze Bora Pure 55. Sie sei „körperanpassend durch 7-Zonenaufbau“ biete eine „extra Schulterkomfortzone und Massageeffekt“.

Doch in die vermeintliche Komfortzone sinken die Schultern von Seitenschläfern nicht tief genug ein. Auf der Matratze liegen nur Rückenschläfer gut. Den versprochenen Massageeffekt konnte jedoch keiner der Tester feststellen.

649 Euro soll das von Möbel Höffner vertriebene Modell in der Größe 90 mal 200 Zentimeter normalerweise kosten. Doch der Preis ist in den Möbelgeschäften und im Internet oft durchgestrichen. Der Mondpreis dient offenbar nur dazu, einen großen Rabatt vorzugaukeln. Der tatsächlich zu zahlende Preis schwankte zwischen 299 und 549 Euro. Im Vergleich zu anderen Matratzen dieses Tests ist selbst das teuer.

Von den Federkernmatratzen punktet die MfO Classic mit guten Liegeeigenschaften sowohl in Rücken- als auch Seitenlage für alle von uns getesteten Körpertypen (278 Euro). Gleichauf liegt die Hn8 Dynamic (189 Euro), die sich aber in Seitenlage nicht für jeden perfekt eignet. Günstigste Gute im Test ist die Springs and Foam für 150 Euro.

Im Test treten 21 Taschenfederkernmatratzen gegeneinander an – darunter sieben baugleiche, die in verschiedenen Handelsketten unter abgewandelten Namen vertrieben werden. Die Guten kosten 150 bis 278 Euro. Mit einem Preis von 435 Euro sind die Schlaraffia-Modelle am teuersten. Gemeinsam mit der Ravensberger rangieren sie am Ende des Testfelds mit dem Qualitätsurteil Befriedigend (3,0).

Federkernmatratzen eignen sich vor allem für Menschen, denen im Schlaf schnell zu warm wird. Durch ihr offenes Innenleben kann Luft durch die Matratze zirkulieren und für Kühlung sorgen. Durchweg gute Liegeeigenschaften für Rücken- und für Seitenschläfer liefert nur eine der geprüften Matratzen: die Classic von MFO. Die Hn8 Dynamic hat es ebenfalls aufs Sieger-Treppchen geschafft. Auf ihr liegen Große ohne Bauch und auch kleine Schläfer mit breitem Becken in Rücken- und Seitenlage gut. Für kleine mit breitem Becken eignen sich- auch die Ravensberger, Mömax und Breckle. Die Breckle-Modelle lohnen sich auch für kleine, leichte Personen. Durch Schwitzen und Körperwärme wird die Mämax mit der Zeit aber weicher.

In unseren Prüfungen legen sich Menschen von groß bis klein, von breit bis schmal auf die Matten. Sie stehen stellvertretend für die Körpertypen von rund zwei Dritteln der Bevölkerung. Die Erfahrung aus vergangenen Tests zeigt: Häufig haben kleine, leichtere Personen weniger Probleme damit, eine passende Matratze zu finden als schwere Leute. Die Schlafunterlagen sollten jedoch allen gute Liegeeigenschaften bieten – in Rücken- und in Seitenlage.

Für guten Schlaf spielen noch mehr Faktoren eine Rolle als die Liegeeigenschaften. Wichtig ist auch, dass sich der Schlafende leicht umdrehen kann. Deshalb wird für jede Matratze den Lageänderungswiderstand ermittelt. Im Labor bewegt sich für diese Prüfung eine Walze quer über die Matratze. Je weniger Kraft dafür erforderlich ist, umso besser für den Schlaf. Keines der Modelle hat damit größere Probleme.

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