Berlin/Coolangatta (dpa) - Es wird spannend im Dschungelcamp. Nach dem Abgang von Matthias Mangiapane (34) am Donnerstagabend sind nur noch vier Teilnehmer übrig, zwei Frauen und zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Am Samstagabend ist das Finale, dann entscheidet sich, wer nach gut zwei Wochen Spektakel in diesem Jahr die Dschungelkrone bekommt und würdiger Nachfolger von Vorjahressieger Marc Terenzi wird. Die letzte Folge aus der zwölften Staffel seiner "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"-Show zeigt RTL wie gewohnt ab 22.15 Uhr.

Zu den Finalisten gehört Jenny Frankhauser (25), Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger, die sich auch von grenzwertigen Ekelprüfungen nicht beeindrucken lässt. Nummer zwei ist Musikerin Tina York (63), jüngere Schwester von Schlagersängerin Mary Roos, die im Dschungelcamp durch Zurückhaltung und Bescheidenheit auffällt und durch ihr wiederholtes Bitten darum, nicht länger im Camp bleiben zu müssen.

Zum anderen ist noch Daniele Negroni (22) mit dabei, der lange Zeit seinen Mitcampern auf die Nerven ging, weil er seine schlechte Laune nicht kontrollieren kann. Der Ex-Kandidat von "Deutschland sucht den Superstar" ist Raucher und kam mit dem Verzicht auf Zigaretten im Dschungel erkennbar nicht klar. Am Donnerstagabend punktete er aber bei der Dschungelprüfung durch einen eindrucksvollen Beweis von Selbstüberwindung unter Wasser - zwischen Krebsen, Aalen und kleinen Krokodilen.

Der letzte der Finalisten ist der Musiker David Friedrich (28). Im Sommer Sommer hat er das Herz der "Bachelorette" Jessica Paszka gewonnen. Die Beziehung ist allerdings schon wieder in die Brüche gegangen. Im Camp hat der Schlagzeuger einer Metal-Band bei der Dschungelprüfung zusammen mit Jenny Frankhauser überzeugend gezeigt, dass er er hart im Nehmen ist und nicht nur fermentierte Enteneier, sondern auch Kakerlaken, Fliegen, Spinnen und Motten runterwürgen kann - wichtige Voraussetzungen für Dschungelkronen-Aspiranten.

Abgerechnet wird zum Schluss. Das gilt auch für die Einschaltquoten, die für RTL aus mehreren Gründen wichtig sind. Das Dschungelcamp gehört für den Sender zu den Quotenrennern - regelmäßig um die fünf Millionen Zuschauer und mehr in der Zeit nach 22.15 Uhr ist alles andere als selbstverständlich. Am Donnerstagabend steigerte sich das Dschungelcamp auf durchschnittlich 5,34 Millionen, der Marktanteil lag bei 24,4 Prozent - fast jeder vierte Zuschauer um diese Zeit. Bei den 14- bis 59-Jährigen erreichte die Folge sogar einen Marktanteil von 33,4 Prozent (4,03 Millionen Zuschauer) - mehr als jeder dritte.

Dagegen ist das Dschungelcamp in diesem Jahr schwach gestartet: Die erste Folge sahen nur 6,49 Millionen Zuschauer (25 Prozent) - 2017 davor waren es bei der Premierenfolge noch 7,36 Millionen (26,8 Prozent). Und danach ging es diesmal eine Zeitlang sogar deutlich bergab - bis zum ersten Abschied: Als das Transgender-Model Giuliana Farfalla seinen vorzeitigen Ausstieg bekannt gab, stieg die Quote deutlich auf 5,91 Millionen Zuschauer (25,6 Prozent). Der Durchschnitt für die gesamte Staffel dürfte niedriger liegen.

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