Los Angeles (dpa) - "Herr-der-Ringe"-Regisseur Peter Jackson (56) glaubt, dass der ehemalige Filmproduzent Harvey Weinstein (65) eine Schmierkampagne gegen Schauspielerinnen führte. Im Interview mit dem Online-Portal "Stuff" bezeichnete er Weinstein und dessen Bruder Bob als "zweitklassige Mafia-Rüpel".

In den 1990er Jahren habe er Mira Sorvino und Ashley Judd für seine "Hobbit"- und "Herr der Ringe"-Filmprojekte in Betracht gezogen. Doch die Weinstein-Brüder, damals bei Miramax, hätten vor beiden Schauspielerinnen gewarnt und die Zusammenarbeit mit ihnen als "Albtraum" bezeichnet. Sorvino und Judd zählen zu Dutzenden Frauen, die Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben.

Er habe damals auf die Weinstein-Brüder gehört, doch rückblickend glaube er, dass dies wohl eine "Schmutzkampagne in vollem Gange" gewesen sei, sagte Jackson. Sorvino dankte Jackson am Freitag auf Twitter für seine "ehrlichen" Äußerungen. Sie sei in Tränen ausgebrochen. Dies sei die Bestätigung, dass Weinstein ihre Karriere zum Entgleisen gebracht habe, schrieb Sorvino. Judd reagierte in einem Tweet, dass sie sich gut an die damaligen Vorgänge erinnern könne. 

Jackson Fantasy-Trilogien aus dem Reich der Mittelerde spielten weltweit Milliarden ein und gewannen zahlreiche Oscars.

Harvey Weinstein ist inzwischen von seiner Firma entlassen und auch von der Oscar-Akademie ausgeschlossen worden. Er hat Fehlverhalten eingeräumt, aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurückgewiesen. Dutzende Frauen werfen ihm sexuelle Übergriffe vor, einige auch Vergewaltigung.

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