Los Angeles (dpa) - Die Schauspielerin und Regisseurin Greta Gerwig hat mit ihrer Tragikomödie "Lady Bird" Chancen auf ihre erste Auszeichnung der US-Regisseursvereinigung.

Die Directors Guild of America (DGA) nominierte die Kalifornierin und vier weitere Filmemacher am Donnerstag für den renommierten Preis. Die DGA-Awards werden am 3. Februar in Beverly Hills zum 70. Mal verliehen.

Erstmals in dem Rennen um die DGA-Preise sind auch der irische Regisseur Martin McDonagh ("Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"), der Mexikaner Guillermo del Toro ("Shape of Water - Das Flüstern des Wassers") und der Afroamerikaner Jordan Peele ("Get Out"). Mit dem Kriegsfilm "Dunkirk" holte der Brite Christopher Nolan seine vierte Nominierung nach "Inception" (2010), "The Dark Knight" (2008) und "Memento" (2001). 

Del Toro war am Sonntag bei der Golden-Globe-Gala zum besten Regisseur gekürt worden. Da hatte unter anderem auch der Hollywood-Veteran Steven Spielberg mit seinem Politdrama "Die Verlegerin" Gewinnchancen. In seiner Laufbahn war Spielberg bereits elfmal vom DGA-Verband nominiert worden - drei Trophäen hat er gewonnen - doch diesmal ging er leer aus.

Gerwig ist erst die achte Frau, die von dem Regieverband nominiert wurde, nach Kolleginnen wie Barbra Streisand, Jane Campion und Sofia Coppola. Kathryn Bigelow war 2010 die erste Frau, die mit dem Kriegsthriller "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" den DGA-Preis und auch als erste Filmemacherin überhaupt den Regie-Oscar gewann.

Der amerikanische Komiker und Produzent Jordan Peele, der mit dem sozialkritischen Gruselfilm "Get Out" sein Regie-Debüt gab, ist erst der vierte schwarze Spielfilmregisseur mit einer DGA-Nominierung. Vor ihm hatten das Lee Daniels ("Precious"), Steve McQueen ("12 Years a Slave") und im vorigen Jahr Barry Jenkins mit "Moonlight" geschafft.

Die DGA-Preise gelten als zuverlässiger Indikator für die spätere Oscar-Verleihung. 2017 hatte Damien Chazelle mit dem Filmmusical "La La Land" erst die DGA-Trophäe und dann den Regie-Oscar gewonnen.

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