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Bonn (dpa) - Wolfgang Niedecken (66) wird mit dem Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnet. Der BAP-Sänger äußere sich immer wieder explizit zu politischen Fragestellungen und nehme öffentlich Stellung, teilte die Beethoven Academy in Bonn mit.

Der Erfolg habe ihn nicht verbogen. Er engagiere sich gegen Armut, Atomwaffen, Atomenergie, Rechtsextremismus und für Gerechtigkeit. So sei er Mitinitiator der Initiative "Arsch huh, Zäng ussenander" und Gründer eines Projekts, das sich um die Reintegration ehemaliger Kindersoldaten bemühe. Seine Haltung komme auch in Liedern wie "Kristallnaach" oder "Vision vun Europa" zum Ausdruck.

Der mit 10 000 Euro dotierte Beethovenpreis wird dieses Jahr zum dritten Mal verliehen. Die ersten beiden Preisträger waren der syrisch-palästinensische Pianist Aeham Ahmad, der in den Ruinen von Damaskus Klavier spielte, und der türkische Starpianist und Bürgerrechtler Fazil Say. Die geplante Laudatio auf Say von Can Dündar war im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt worden, nachdem der türkische Journalist im Internet heftig angefeindet worden war.

Diesmal gibt es statt einer Laudatio am nächsten Dienstag (19. Dezember) ein Gespräch mit Niedecken. Außerdem findet ein Benefizkonzert in der Bundeskunsthalle statt. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

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