KLEINENSIEL KLEINENSIEL - Die SPD-Bürgermeister sowie die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Wesermarsch wollen die Aktivitäten auch hinsichtlich des Tourismus gemeindeübergreifend koordinieren. „Gemeinsam wollen wir etwas für die Region bewegen“, sagte der SPD-Vorsitzende im Stadlander Gemeinderat, Günter Hespos, bei der Besichtigung des Badestrandes am Mittwoch in Kleinensiel.

Zu einem ersten Treffen kamen die Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann (Lemwerder) und Bernd Bremermann (Berne) sowie die beiden Bürgermeisterkandidaten Hespos (Stadland) und Klaus Busch (Brake) zunächst beim ausgedienten Fähranleger zusammen. „Der Anleger hätte ein Grundstein für das Tourismuskonzept sein können“, merkte Hespos an. Die Gemeinde habe es jedoch sträflich versäumt, den Anleger nach der Öffnung des Wesertunnels im Januar 2004 vom Landkreis zu übernehmen. Zudem hätte Stadland noch 500 000 Euro erhalten – und als Anschubfinanzierung für den geplanten Campingplatz nutzen können, wie Beckmann anmerkte. Der Anleger selbst lasse sich nach den Worten von Beckmann hervorragend als Slipanlage für Wassersportler nutzen. Dass so etwas brach liege, erstaune ihn doch sehr.

Angesichts der mannigfaltigen Möglichkeiten möchte Hespos ein Tourismuskonzept auf die Beine stellen. Die Bürgermeister sowie Hermann Mohrschladt, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Wesermarsch, signalisierten ihre Bereitschaft, gemeinsam zusätzliche touristische Standbeine an der Weser – wie in Kleinensiel – zu entwickeln. In puncto Tourismus und Freizeit bestehe noch ein hoher Nachholbedarf.

Im kommenden Jahr beginnt die neue Förderperiode der Europäischen Strukturfonds. Den damit einhergehenden neuen Anforderungen müssten sich auch die Gemeinden anpassen. Im Rahmen der neuen EU-Förderkulisse 2007 bis 2013 ist es laut Mohrschladt nur vernünftig, geschlossen aufzutreten und zusammen Projekte zu entwickeln. Ein regionales Entwicklungskonzept habe große Chancen, gefördert zu werden. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderung Wesermarsch ließen sich die Projekte nach den Worten von Beckmann bündeln.

Beim Ortstermin zeigten sich Mohrschladt, Busch, Bremermann und Beckmann sehr angetan. Sie sind überzeugt, dass sich das Areal in Kleinensiel hervorragend touristisch nutzen lässt. Die Gemeinde könne von einem Bau des Campingplatzes mit Stellplätzen für Wohnmobile beim Badestrand profitieren, sind die Sozialdemokraten überzeugt. Das Potenzial werde leider nicht ausgeschöpft.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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