RODENKIRCHEN Der Präventionsrat der Gemeinde Stadland hat sich neu konstituiert. Zum Vorsitzenden ist Rainer Frerichs gewählt worden. Elke Kuik-Janssen ist seine Stellvertreterin. Dem Gremium gehören zurzeit 13 Mitglieder an, deren Hauptaufgabe darin besteht, im Vorfeld präventiv tätig zu sein.

Um den Präventionsrat war es in der Vergangenheit ziemlich ruhig geworden. Das soll sich nun ändern, denn die Mitglieder starten mit viel Engagement in das neue Jahr. Zahlreiche Themen sind bereits als mögliche Arbeitsschwerpunkte benannt worden. Einen großen Stellenwert nimmt dabei noch immer die Bekämpfung der Alkohol- und Drogensucht ein. Von einer kleinen Trendwende berichtete André Ziemann, Leiter des Jugendzentrums Rodenkirchen. Nach seinen Worten ist der Alkoholmissbrauch deutlich zurückgegangen. Schwindende finanzielle Möglichkeiten der Jugendlichen sieht er als einen Grund für diese erstaunliche Entwicklung an. Zudem würden die Jugendlichen unglaublich viel Zeit in den sozialen Netzwerken verbringen und hätten daher wohl ein geringeres Interesse daran, Alkohol im Überfluss zu konsumieren. Dieses Verhalten müsse der Präventionsrat im Auge behalten, um bei einer neuerlichen Trendwende rechtzeitig reagieren zu können, so der Tenor der Mitglieder in der Gaststätte Hülsmann am Mittwoch. Außerdem sollen Projekte unterstützt werden, die für Jugendliche attraktiv sind und die die Lebensumstände der Mädchen und Jungen verbessern.

Drei Themen haben bereits konkretere Formen angenommen. Zum einen plant der Stadlander Präventionsrat, im kommenden Jahr einen Ferienpass mit speziellen Angeboten für Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahren anzubieten. Die Gemeinde Ovelgönne habe seit drei Jahren gute Erfahrungen damit gesammelt, merkte Rainer Frerichs an. Bei einem Treffen der im Landkreis tätigen Präventionsräte am 3. März im Kreishaus soll auch über eine finanzielle Beteiligung des Landkreises für ein Zustandekommen der Angebote gesprochen werden. Beginn ist um 19 Uhr.

Eine Aktion des Deutschen Kinderschutzbundes wurde positiv aufgenommen. Seit Ende letzten Jahres veranstaltet der Verein gemeinsam mit der Bundesknappschaft und dem Künstler Eisi Gulp das Kabarett-Programm „Hackedicht oder was?“ Dabei wird auf die Gefahren und Folgen übermäßigen Alkoholkonsums hingewiesen. Gezielt sollen Jugendliche ab dem zwölften Lebensjahr motiviert werden, über ihre Situation nachzudenken und gegebenenfalls alternative Verhaltensweisen zu entwickeln. Zwei Projekttage sind dafür vorgesehen. Zur Teilnahme an dem Programm werden weiterführende Schulen gesucht. Der Präventionsrat will sich bemühen, die Tour nach Stadland zu holen.

Zum anderen ist noch ein Besuch in der Strafvollzugsanstalt Oslebshausen geplant. Jugendliche können dort mit Inhaftierten diskutieren und sich auch einen Teil des Gefängnisses anschauen.

Die Präventionsarbeit ist nicht auf den Jugendbereich beschränkt. Man wird sich auch den Anliegen älterer Mitbürger und neuralgischen Punkten in Stadland widmen. Eine Aktion „Alt trifft Jung“ soll stattfinden. Auch der Bahnhof Rodenkirchen mit dem Brennpunkt „Unterführung“ bleibt ein Thema.

Der Präventionsrat wird am Mittwoch, 23. März, zu einem weiteren Treffen zusammenkommen. Beginn ist um 19 Uhr in der Gaststätte Hülsmann.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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