RODENKIRCHEN Der Ursprungsgedanke für das Amt sei heute nicht mehr gegeben. Die Daten für die Statistiken würden „online“ per PC und Internet erfasst.

von rolf bultmann RODENKIRCHEN - Seit 45 Jahren ist Gerd Frels aus Bösensieben als Bezirksvorsteher der Gemeinde Stadland für den Bereich Süderaußendeich-Nord tätig. Ende des Monats endet seine langjährige Tätigkeit für die Kommune. Mit ihm entlässt die Gemeinde auch alle anderen 34 Bezirksvorsteher aus ihrem Ehrenamt. Aufgrund eines einstimmigen Ratsbeschlusses wird es die Bezirksvorsteher künftig auch in Stadland nicht mehr geben.

Die Verabschiedung der Amtsinhaber und die Ehrung von zwei Jubilaren bildete den Anlass für eine Feierstunde am Dienstagabend im Rodenkirchen Rathaus. Dabei wurde neben Gerd Frels auch Helga Meier aus Hartwarden (für zehnjährige Tätigkeit) mit einem Präsentkorb belohnt.

Als im vergangenen Jahr einige vakante Bezirksvorsteher-Ämter neu besetzt werden sollten, sei im Gemeinderat die Frage nach der weiteren Notwendigkeit des Amtes laut geworden. Zwar habe die Zahl der statistischen Erhebungen zugenommen, jedoch werde heute fast alles durch die moderne EDV-Technik erledigt, machte Bürgermeister Boris Schierhold deutlich.

Gerade in der Landwirtschaft erfolgten fast alle erforderlichen Meldungen „online“ per Computer und Internet. Über jede einzelne Kuh im Stall oder auf der Weide seien Ämter und Verbände dadurch fast besser informiert als der Bauer, scherzte Boris Schierhold.

So hätten die Bezirksvorsteher als verlängerter Arm der Gemeindeverwaltung und auch als Ansprechpartner für die Bürger in den vergangenen Jahren fast nichts mehr zu tun gehabt. Daher folge die Gemeinde Stadland dem Beispiel anderer Kommune und verzichte künftig auf dieses Ehrenamt. Die Personalkosten der Gemeinde werden dadurch jährlich um knapp 5000 Euro entlastet.

Der Bürgermeister dankte den scheidenden Ehrenbeamten für ihre zum Teil jahrzehntelange pflichtbewusste Erledigung ihrer Aufgaben und für ihre Treue.

519 ehrenamtliche Dienstjahre für Die Gemeinde geleistet

Auf 519 Dienstjahre brachten es die 35 Bezirksvorsteher, die die Gemeinde Stadland zum Ende des Monats aus dem Ehrenamt entlässt. Es sind Gerd Frels (Bezirk Süderaußendeich-Nord/seit 45 Jahren tätig), Ewald Schweers (Schweieraußendeich I/41), Erich Hadeler (Seefeld I und Norderseefeld-Süd/39), Hans-Günther Wiese (Schwei Ia/38), Gerd Menze (Kötermoor I/36), Harry Pargmann (Seefeld II/34), Erwin Brandes (Absen I/28), Gerriet Renken (Kötermoor II/27), Hannelore Müller (Hayenwärf/21), Onno Ficke (Strohausen, Hartwarden II und III/19), Heinz Marschallek (Norderaußendeich Nord und Süd, Seefelder Moor/16), Kurt Holldack (Kleinensiel/15), Klaus Lohmüller (Alserwurp/14), Detlef Meinen (Schweierfeld/14), Klaus Dollerschell (Norderseefeld-Nord/14), Anke Schomaker-Wittbaard (Süderaußendeich-Süd/14), Dieter Tönjes (Reitland I und II, Moorweg/13), Helga Meier (Hartwarden I/10), Rudi Fürst (Abser II und Lübben-Land/8), Jürgen Wehlau (Alse/8), Fredo Barre (Morgenland und Deichstraße/6), Inge

Diehm (Tegelland II und III, Absen I/6), Franz Diers (Augustgroden-Nord und Süd/6), Harro Janßen (Schwei Ib Nord und Süd/6), Silke und Reinhard Jäschke (Norderschwei I/6), Franz-Josef Kaiser (Norderschwei II/4), Erika Sommer (Schwei II und Molkereistraße/4), Otto Hermann Witting (Süderschwei I/4), Holger Husmann (Tegelland I/4), Jürgen Kaphingst (Rodenkirchen II/4), Petra Kintscher (Rodenkirchen I und Molkereistraße/4), Ute Rudolph (Süderschwei IIa und IIb/4), Sieglinde Woithe (Sürwürden/4), Martina König (Schweieraußendeich II/2) und Detlef Rohde (Beckum/1). Zum Abschied gab es zwei Präsente.

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